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Woran misst man eigentlich Erfolg?

Seinen eigenen Erfolg an dem anderer zu messen ist sinnlos, denn wer definiert Erfolg und was ist er überhaupt? Ein fettes Bankkonto, die Freiheit der Selbstständigkeit oder vielleicht doch einfach glücklich zu sein?

Von Vanessa Votta

Wie oft vergleichen wir uns mit anderen, die beruflich erfolgreicher sind oder mehr Geld haben? Viel zu oft. Diesen Vergleich, versuche ich immer mehr und mehr abzulegen, denn er bringt nichts, sondern schadet.

Der Hintergrund eines Menschen und dessen Werdegang, spielen so eine grosse Rolle, dass sich nur schon nach diesen Kriterien niemand mit dem anderen vergleichen soll. Anhand des Erfolgs eines Fremden seinen eigenen Erfolg zu messen, ist daher sinnlos.

Dasselbe gilt für die finanzielle Lage. Während meine Freund*innen sich Autos kaufen, in ihre Traumwohnung ziehen und sich auch mal eine kostspielige Auszeit gönnen können, muss ich immer zurückstecken. Doch bedeutet finanzielle Sicherheit Erfolg? Für mich fühlt es sich oft so an. Ich gönne natürlich allen ihr Geld, so ist es nicht, dennoch fühle ich mich manchmal missverstanden und weniger erfolgreich in dieser Hinsicht. Auf der anderen Seite, schreibe ich hier, für ein Magazin, das ich mit aufgebaut habe und Teil davon geworden bin. Ist das nicht mindestens einen genau so grossen Erfolg?

Erfolg geniesst eine grosse Interpretationsfreiheit. Wo die einen ihn in der Selbstständigkeit und der Freiheit sehen, sehen die anderen ihn in einem gut gefüllten Bankkonto. Ist Erfolg in seinem Traumjob das Glück zu finden oder sich bis ganz nach oben gearbeitet zu haben? Erfolg kann vieles sein, am meisten jedoch ist es, was man selbst darin sieht. Erfolg hat unendlich viele Gesichter.

Wenn man sich die verschiedenen Familien anschaut, wird schnell klar, dass viele Aspekte weitergegeben werden. Nicht immer kommen Menschen ohne Hilfe zum Erfolg, das vergessen wir gerne. Bei Künstlerfamilien ist es wahrscheinlicher, dass sich der Nachwuchs schneller in die Kunstszene integriert als bei einer Bauernfamilie. Oftmals entscheiden die Kontakte und die Kreise, in denen die Familie verkehrt, sowie die finanziellen Mittel, wie schnell man aufsteigt oder wie schnell der Traumjob ausgeübt werden kann. Das heisst natürlich nicht, dass man seine beruflichen Träume nicht ganze alleine erreichen kann. Mit Hingabe, Geduld und Leidenschaft wurden schon Berge versetzt.

Am allerwichtigsten ist es das Beste aus dem zu machen, was man kann und hat. Geht mit dem Flow, lasst euch nicht stressen, vergleicht euch nicht. Manchmal lohnt es sich nicht zu viel darüber nachzudenken was die anderen machen, sondern sich einfach treiben zu lassen – und so seinen ganz eigenen Erfolg zu finden.