«rustikal queer» – zwischen Rustikalität und Queerness
«rustikal queer» vereint Upcycling, Kostümdesign und lesbische Sichtbarkeit zu einer performativen Wanderbekleidungs-Kollektion.
«rustikal queer» vereint Upcycling, Kostümdesign und lesbische Sichtbarkeit zu einer performativen Wanderbekleidungs-Kollektion.
Der Dezember fühlt sich jedes Jahr an wie ein Spiegel – für Erinnerungen. Für das, was fehlt. Während draussen Lichterketten hängen und sich alles um Wärme und Zusammensein dreht, wird es in manchen von uns einsamer als sonst. Dieses Jahr habe ich entschieden, mir selbst etwas zu geben.
Vor noch ungefähr fünfzehn Jahren habe ich an jedem Weihnachten gearbeitet. Ich habe Regale aufgefüllt, Lotterielose eingescannt, Kugelschreiber verkauft und hinter der Ladentheke Fische ausgenommen.
Die französische Schauspielerin und Regisseurin Hafsia Herzi adaptiert in ihrem Regiedebüt «La petite dernière» den gleichnamigen Roman von Fatima Daas. Sie und Protagonistin Nadia Melliti erzählen eindringlich und realitätsnah von einer queeren Jugendlichen, die zwischen Glauben und heteronormativer Sozialisierung um Selbstakzeptanz ringt.
In der AMC Hall vor Pristina proben Tänzer*innen des Kosovo National Ballet für eine Premiere, die mehr bedeutet als ein Auftritt. «Carmina Burana» wird für sie zu Verantwortung, Ausdruck – und zu einem Moment, in dem der Kosovo zeigen will, wer er ist.
Unverhofft treffe ich in Flims nicht nur auf jede Menge Neuschnee, sondern auch auf aussergewöhnliche Geschichten und Magie in all ihren Formen – denn das Hotel «Schweizerhof Flims» ist one of a kind.
Fünf Jahre nach der ersten Ausgabe hat sich das Black Film Festival Zurich zu einer festen Grösse in der Zürcher Kulturlandschaft entwickelt. Gründungsmitglieder Ania Anna Mathis und Rispa Stephen blicken zurück auf die Anfänge – und teilen mit uns ihre Vision für die Zukunft des Festivals.
Manchmal braucht es Animation, um die Lücken einer ungelösten Vergangenheit sichtbar zu machen, dort wo Realität verstummt und Erinnerung ins Ungewisse kippt. In ihren Bildern kann etwas aufscheinen, das der realen Welt entglitten ist.
Manche bezeichnen es als eine Belastung, als ein Leben mit Einschränkungen. Andere wiederrum beschreiben einen Schmerz, als würde die Bauchdecke mit feurigen Blasen überzogen werden. Die Rede ist hier von Endometriose, ein Leiden, das viel zu lange ignoriert wurde.
Alle Jahre wieder kommt die Weihnachtszeit – und mit ihr oft Stress, viele Verpflichtungen und vielleicht gar eine Reizüberflutung bei der Geschenkli-Suche. «The Wellness Edit» möchte das ändern: ein Pop-Up voller Inspiration, Entschleunigung und Zeit für das Schöne.
Die Chilbi ist das demokratischste Fest der Schweiz. Hier treffen sich Banker*innen und Arbeiter*innen, Kinder und Grosseltern, Landwirt*innen und Studierende – alle im gleichen Karussell. Ein Essay über Volkskultur, Stolz und die vergessene Würde des Vergnügens.
Es beginnt mit einem Faden. Mit einer Linie, die sich von Zürich nach Prishtinë zieht – fein, aber tragfähig. Zwischen diesen zwei Städten ist «Vajzë» entstanden: ein junges Label von Fjolla Fazliu und Ardiana Selishta, das Mode, Kunst und Handwerk miteinander verwebt – nicht als Konzept, sondern als gelebte Praxis.
«Only Ghosts in the Waves» ist der Titel des neuen Dokumentarfilms von Alexander Tank und Tobias Scharnagl. Ein Gespräch mit den beiden Regisseuren über ihren Film und die Folgen der restriktiven EU-Migrationspolitik.
Was aus Intuition ohne Businessplan oder grosses Kapital begann, ist heute ein fortlaufendes Herzensprojekt – wohl eine der besten Lebensentscheidungen, die Michèle Granwehr und Sebastián Solano bei der Gründung von «laflordelsol» 2020 getroffen haben.
5 Years akut. Time for the next chapter.
Ich bekomme Spass an meinem neuen Spiel. Spass wie schon lange nicht mehr. Was ist der Geruch deiner Kindheit?
Ein Song auf Spotify, eine Adresse auf Google Maps, ein Like auf Instagram – beinahe jede Tätigkeit im Internet ist mit einer Cloud verbunden. Obwohl ihre Infrastruktur wesentliche Teile der globalen Systeme und unseres Alltags steuert, bleiben ihre Materialität und die damit einhergehenden Ressourcennutzung, Umweltauswirkungen und Machtstrukturen für die meisten von uns verborgen.
Vom 30. Oktober bis 1. November 2025 feiert das Echolot Festival in Luzern sein fünfjähriges Jubiläum. Mit 40 Konzerten und DJ-Sets in 14 Locations bietet das Festival eine Plattform für aufstrebende regionale, nationale und internationale Künstler*innen, die den Sound von morgen präsentieren. Wir sind als Medienpartnerin dabei.
Mit der neuesten Entwicklung von KI-Tools, realistischen Videos und anderen Bewegungen in Politik und Gesellschaft fällt es zunehmend schwer, falsche Informationen von richtigen zu unterscheiden. Diese Entwicklungen machen Angst – doch die beste Lösung liegt auf der Hand: Gemeinschaft.
Was haben ein Axtmörder aus Langeweile und ein Apéro-Plättli gemeinsam? Beide finden Platz in Claudia Bossards Inszenierung von Max Frischs «Graf Öderland» am Schauspielhaus Zürich. Ein Stück, das triefend vor Galgenhumor in die Abgründe der menschlichen Psyche vordringt und illustriert, wie wenig es braucht, damit die geordnete Welt aus ihren Fugen gerät.
Nach einem erfolgreichen Auftakt in der Lokremise in Wil macht das Stück «SAMAR» vom Tanztheater Rigolo Ende Oktober bis Anfang November im Zirkusquartier in Zürich Halt. Wir verlosen Tickets für die Show.
My work often revolves around themes of identity and transformation, drawing from both my Italian and Albanian background. My photography is the way I connect personal narratives to broader cultural questions. With each project, I try to create visual narratives that feel poetic but also direct, confronting tradition while exploring what it means to redefine ourselves today.
Früher habe ich selten geweint. Wenn ich spürte, dass etwas rausmusste, habe ich einen traurigen Film oder eine traurige Serie angemacht. Es war für mich eine gute Entschuldigung, um bitterlich zu weinen, ohne dem eigentlichen Grund für die Tränen nachgehen zu müssen.
Zwei Freundinnen unserer Autorin sind gerade in Paris. Sie würde auch gern savoir-vivre und so, doch universitäre Pflichten fesseln sie an helvetischen Boden. Diese Orte würde sie besuchen, wenn sie auch in den TGV steigen könnte.
«Souvenir Sport» ist ein Vintage-Shop und Archiv für Schweizer Kleidung aus dem 20. Jahrhundert. Das Archiv widmet sich dem Thema «Helveticana» – Kleidung und Material, welche die Geschichte der Schweiz als Land des Alpinismus, des Handwerks und der Industrie haptisch erzählen.
Ab 2027 will der Bundesrat die Studiengebühren an allen Schweizer Hochschulen massiv erhöhen. Darunter leiden müssten nicht nur Studierende aus sozioökonomisch benachteiligten Schichten, sondern auch die Qualität und die Chancengerechtigkeit im Schweizer Bildungssystem. Am 1. Oktober demonstrieren Studierende gegen das «Entlastungspaket 27».
Rapperin KimBo bringt im Herbst ihr neues Album «Weg gah» heraus. Zeit für ein Gespräch über Sprache, Kunst, Feminismus, Freiheit, Food und Politik.
Ich stricke eine Balaklava, denn im Winter wird es kalt an der Maas. Um ehrlich zu sein, regnet es jetzt schon zu viel für mein sanftes Gemüt. Mit dem ersten Schneefall werde ich mich in die warmen, trockenen Ritzen meiner Wohnung verkriechen. Dorthin, wo sonst nur die Silberfischchen ihr Unwesen treiben.
Aktuell fühlt es sich an, als ob die Welt Kopf steht. Das, worauf sich die Gesellschaft als «normal» geeinigt hat, wird heute stark getestet. Ein paar Gedanken nach einem Sommer voller Gefühle und Meinungen.
Wandern, ein Sport, der als Kind öde schien, erlebt gerade ein Comeback. Influencer*innen mit feschem Gear machen Lust auf Höhenmeter und Bergromantik. Die Realität sieht jedoch meist anders aus – und die eigene Kondition leider auch. Eine Kolumne über Gratwanderungen, den richtigen Rhythmus und eine gesunde (?) Portion Selbstüberschätzung.
Im Spätsommerurlaub auf Sizilien schwimmen in mir schwere Fragen nach dem Wert eines Lebens. Nach Tod, Wirken und Würde. Mit dabei: Hesse und Rilke, ein blutiger Gecko und ein amputierter Veteran, der über die Weltmeere segelt.
Ein Buch, das seit zwei Wochen in den Medien ist wie kein anderes, und ein Autor, der gerade einmal 22 Jahre alt ist. Noch bevor Nelio Biedermanns «Lázár» am 1. September erschien, wurde es bereits an zwanzig Länder verkauft. Wir haben mit dem Shootingstar über sein opulent-düsteres Familiendrama, das Schreiben und Fleisch gesprochen.
Unsere angeblich so smarten Phones lassen uns ironischerweise eher verdummen. Wir wissen das alle – und trotzdem klebt dieses rechteckige Stück Bildschirm ständig an unserer Hand, als wäre es eine Erweiterung des Arms. Deshalb: back to basics.
Nichts ist mehr normal, und alles scheint den Bach hinunterzugehen. Die globalen Krisen lassen sich nicht mehr an zwei Händen abzählen, während das Gefühl der Ohnmacht gegenüber der Weltlage überwältigend zu sein scheint. Warum wir aber trotzdem stur die Nachrichten lesen sollten.
«EXPANSION» ist eine interdisziplinäre Veranstaltung, die sich künstlerisch mit dem Thema Migration auseinandersetzt. Basierend auf persönlichen Erfahrungen thematisiert die Performance die Herausforderungen, denen junge Migrant*innen in der Schweiz begegnen – und macht diese auf eine sensible, performative Weise sichtbar.
Dieses Jahr findet das alternative Filmfestival «Kino Kosova» zum sechsten Mal statt. Mit dem Kernziel, Nähe zu schaffen, und dem diesjährigen Themenschwerpunkt «Sense of Purpose» lädt «Kino Kosova» vom 10. bis 14. September alle Interessierten nach Bern ein.
Am 1. September 2025 feierte Mode Suisse erneut sein Format Mode Suisse & Friends im Kunsthaus Zürich. 22 Teilnehmer*innen, darunter 13 Newcomer, präsentierten ihre neuesten Kollektionen und Modeprojekte auf dem Laufsteg des Pfistersaals. Wir sassen nicht nur in den Reihen, sondern warfen auch einen Blick hinter die Kulissen.
Dass entspannte Me-Time auch in einem Familienhotel gelingen kann, beweist das «Hotel Schweizerhof Lenzerheide». Mit viel Herzblut haben die Gastgeber*innen eine Atmosphäre geschaffen, die sich wie eine warme Umarmung anfühlt.
Ich sitze in brauner Kordhose, schwarzen Havaiana-Sandalen und mit einer kühlen Dose White Ale in einem Ferienhaus auf Värmdö und frage mich wieder einmal, was der Sinn des Lebens ist. So etwas kann man kaum aussprechen, ohne fürchterlich anmassend zu klingen. Das ist mir bewusst.
Rainer Brenner zeigt in seinem neuen Buch «I, I, I, I, I,», wie Sprache Bilder erzeugt: Texte, die innere Bilder formen und zugleich Bilder im Text sichtbar machen.
ChatGPT übernimmt unter anderem die Zusammenstellung der Einkaufsliste, die Seelsorge, die Literaturrecherche und das Zusammenfassen längerer Texte. Ist das nun Grund zu einer Existenzkrise? Manchmal ja, manchmal nein. Es kommt darauf an, wie sehr man sich für philosophische Grundsatzdiskussionen zum Thema Arbeit begeistern lassen kann.
Was passiert, wenn die erste, grosse Liebe zerbricht, man sich neu verliebt – und das abgelaufene «Für-immer» in Sehnsucht und Trennungsschmerz verschwimmt? Wir trafen Autorin Lia Maria Neff zum Interview über ihren Debütroman «Ein bisschen für immer».
Hélène Guttmann's personal skin crisis led to the creation of «Moussse», a Swiss skincare brand that focuses on skin protection. With a scientifically based approach – from biotechnology to carefully selected care products – the team develops products that soothe, protect and brighten sensitive skin, no matter how hectic city life gets. We sat down with Hélène to talk about «Moussse».
Das kalte, kristallklare Wasser der Schweizer Flüsse ist jedes Mal aufs Neue die perfekte Abkühlung bei heissen Temperaturen. Dabei ist es egal, ob wir uns mitten in Grossstädten oder umgeben von Bergen mit der Strömung treiben lassen: Es erfrischt uns sowohl innerlich als auch äusserlich. Let's dive in!
Gigi und Cachita sind aus der Schweizer Musikszene nicht mehr wegzudenken. Von Anfang an laut, unbequem und stets mit klarer Haltung gegen Sexismus und Misogynie haben sie sich als zwei der gefragtesten Stimmen des Landes etabliert. Diese Linie setzen die beiden Künstlerinnen auch in ihrer neuen Single «Schön» fort: Mit Ironie und musikalischer Finesse nehmen sie das konservative Frauenbild aufs Korn.
Das politische Non-Profit-Kollektiv «Freestylesociety3» lädt ein! Der Poet Jean D’Amérique, der aktuell Writer in Residence im Literaturhaus Zürich ist, tritt am 26. Juli im Feministischen Streikhaus Zürich auf.
Letas Eltern sind einst aus dem Kosovo in die Schweiz geflüchtet – sie ist vor rund einem Jahr in den Balkan zurückgekehrt. In Albanien hat Leta ein kleines Häuschen mit viel Land gekauft und widmet sich dort ihrem Herzensprojekt: einer Pflegestelle für Strassentiere, die ein Zuhause suchen. Was romantisch klingt, ist oft bittersüss.
Schweizer*innen sind nicht gerade bekannt für ihre Offenheit. Mit fremden Menschen ins Gespräch kommen? Eher selten, eher unangenehm. Das Adults-only- und All-inclusive-Hotel «The Brecon» in Adelboden wirkt mit seinem einzigartigen Konzept sanft dagegen.
«It's Agony & I'm Ravenous» explores the collapse of structure in turbulent times. Once cordial and now in decline, it highlights how our environments and beauty — through something as simple as a garden — can shape our behaviour and entirety.
Die Ausstellung «Rautistrasse 3000» ist eine Initiative des temporären Kollektivs Rauti in Partnerschaft mit dem Verein Papillarya und findet vom 17.-24. Juli 2025 in der Siedlung Salzweg statt – einem Wohnkomplex, der im August abgerissen wird.
After years of waiting, Kosovars were finally granted visa-free access to the European Union in January 2024 – a long-awaited step toward freedom of movement. But for many, that freedom remains incomplete. One student’s recent "deportation" from Georgia, despite holding all required documents, reveals the harsh truth: not every door in Europe is open, even when the law says it should be.
Gemeinsam mit dem Zürcher Lokal «Summergarte» veranstaltet «farbfilm studio» am 12. Juli 2025 ein Openair-Kino ganz im Zeichen des lokalen Filmschaffens auf dem Kasernenareal. Frei zugänglich und gratis für alle. Bei kühlem Bier, auf einer schönen Wiese unter einem grossen Baum mit der besten Fischplatte der Welt.
Regisseur Matias Carlier über prägende Begegnungen und eine heikle Entscheidung hinter seinem Dokumentarfilmdebüt «Toute ma Vie».
Wenn man tief in Wortkunst abtauchen will, dann am besten an einem idyllischen Ort wie dem Alten Botanischen Garten mitten in Zürichs Innenstadt. Mit dieser oft gewählten Kulisse faszinieren die Veranstalter*innen vom «Literatur Festival Zürich» nicht nur die Stars der Szene, sondern auch das Publikum – mit bekannten sowie neuen Talenten aus der Literaturszene.
Gemeinsam mit adidas feiern wir die Fussballkultur der Frauen während der UEFA Women’s EURO 2025. Vom 2. Juli bis 27. Juli lädt adidas in Basel und in Zürich mit dem «THREE STRIPE SOCIAL CLUB» Fans, Kreative und lokale Talente zu einem unvergesslichen Fest ein – for free!
Der Juli hält ein besonderes Highlight am Himmel bereit. Und das ist mehr als nur ein schöner Anblick – es soll ein Auftakt zu einem echten Paradigmenwechsel sein. Die drei Planeten Uranus, Neptun und Pluto bewegen sich gerade in die Anfangsgrade neuer Zeichen. Was hinter diesem kosmischen Startschuss steckt, verrät uns Astrologin Claudia Tommasini.
Wer wie ich jahrelang einen weiten Bogen um Festivals gemacht hat, könnte es mal mit dem Openair St. Gallen versuchen – und sich vielleicht eines Besseren belehren lassen.
Die Fussball-Europameisterschaft der Frauen ist ein Fest für alle. Pünktlich zum Auftakt geben wir dir ein wenig Orientierung im Fussball-Trubel, damit du deinen eigenen Weg zum «Summit of Emotions» findest.
A tale as old as time: a woman in the military experiences sexism, informs leadership and then gets blamed for reporting it. What I learned from their mistakes and not pushing further.
Selbstoptimierung als Stillleben: Gravelbikes, Retinol, Ikebana-Igel. In einer Welt, in der Identität nicht mehr wächst, sondern gestaltet wird, beginnt mit dreissig das kuratierte Ich – und die stille Trauer um verpasste Abzweigungen. Ein Text über das (Nicht-)Mitmachen, das Vergleichen und das heuchlerische Ich.
1970 trugen Frauen Intimhaare noch als Symbol weiblicher Selbstbestimmung. Das war nicht nur unter diesem Aspekt gut, sondern auch, weil die Haare in der Vulva-Region wichtige Funktionen erfüllen. Heute sind sie so tabu, dass sich viele schon schlecht fühlen, wenn sie nicht frisch rasiert auf dem Gyn-Stuhl sitzen oder Haare aus den immer schmaler geschnittenen Bikinihöschen rausschauen.
Als ein vom Weg abgekommener Wanderer von einem Gehörlosen in einem alten Volvo aufgegabelt wird, beginnt für beide eine unerwartete Reise. Was als eine stumme Autofahrt beginnt, entwickelt sich zu einem mehrsprachigen, kunterbunten Roadtrip. Der Kurzfilm «GARE nid WYT» von Dominik Rickli gibt Einblick in die Kommunikation jenseits von Worten und in die Vielfalt der vier Schweizer Landessprachen.
Nicht nur spielt er neben Jane Birkin die Hauptrolle in einem meiner Lieblingsfilme, auch dient er mir immer wieder als Ort zum Lesen und Sinnieren und er bringt mich in meine Herzensstadt Paris: Der TGV. Seit Kurzem kann er aber noch mehr: DJ-Sets und gratis Frühstück.
Lust, deinen Züri-Sommer um eine kulturelle Komponente zu erweitern? Dann schau vom 3. bis 5. Juli am «rrRrr» Performance Festival des Kollektivs Perrrformat vorbei. Das Beste: It’s completely free!
As a society, we have been exposed to different forms of psychological warfare for as long as we’ve existed. Yet, continue to fall victim to them. The true casualties are those who suffer the consequences, in this case of dehumanization as a weapon of war. To combat it, we must first understand it.
lkonische Autowaschanlagen als Bühne für musikalische Talente aus aller Welt. Diese ungewöhnliche Kombination passt nicht nur perfekt zusammen, sondern ergibt auch bei näherem Eintauchen in das Konzept einen tieferen Sinn. Eine neue Konzertreihe aus Deutschland, die bereits dort sowie online für Aufsehen sorgt, hätte auch Lust, über die Ländergrenzen hinweg zu expandieren.
DJ Motorola. Ein Name, der im Zürcher Nachtleben längst wie ein Echo durch die Clubs hallt. Ich erinnere mich noch gut an unsere erste Begegnung: eine Party unter freiem Himmel, irgendwo zwischen Bäumen, Boxen und flackerndem Licht. Jahre später sprechen wir spätabends über sein erstes Album, über kreative Prozesse, Lerneffekte und darüber, was es heisst, sich selbst treu zu bleiben – im Leben wie im Beat.
Die Elefantinnen in unserem Raum – über Gianna Roveres literarisches Debüt «Episoden von Alltagselefanten» zwischen Körper, Sprache und Solidarität.
Ich liebe Designklassiker und spezielle Pieces – am besten zu Schnäppchenpreisen. Deshalb gibt es für mich nichts Schöneres, als in Secondhandläden und Brockis zu stöbern und dabei Trouvaillen zu finden. Hier sind meine vier Lieblingsfundstücke und ihre kleinen Geschichten.
Eine persönliche Vision jenseits des Offensichtlichen erlaubt es Sarah Maurer, die Feinheiten des Lebens zu erforschen und einzubeziehen. Diese Aufrichtigkeit spiegelt sich am stärksten in ihren Porträts wider. Ihr Prozess ist zwangsläufig allumfassend, da Motiv, Objektiv und Umgebung sich gegenseitig kennenlernen.
Ich habe fünf Jahre nach dem Gymnasium, zwei Jahren auf der Bank und drei Jahren in der Schweizer Armee mit einer einjährigen friedensfördernden Mission im Kosovo ins nächste Kapitel meines jungen Lebens gestartet. Dieses bringt einige neue Fragen wie folgende mit sich: Was ist mir an Menschen wichtig?
Ich schaue aus dem Fenster auf die wunderschöne Bergkette, vor mir ein Teller mit perfekt gebratener Entenbrust und gerösteter Lauchzwiebel – eine Kreation der neuen Küchenchefin Laura Magee im «The Cambrian» in Adelboden.
In Areeb Zuaiters Dokumentarfilm «Yalla Parkour» wird unbegreiflicher Schmerz auf multidimensionaler Ebene spürbar. Die palästinensische Filmemacherin erzählt in ihrem Film von ihrer Freundschaft mit dem jungen Parkour-Athleten Ahmed aus Gaza und ermöglicht durch seine Augen tiefe Einblicke in eine Lebensrealität, die stellvertretend für so viele steht.
Das «Kollektiv Kitzeln» hat sich 2022 zusammengeschlossen, um in Bern eine Lesebühne zu veranstalten. Die vier Autor*innen Sarah Altenaichinger, Lea Schlenker, Fine Degen und Mia Ackermann stehen dort sowohl vor als auch hinter der Bühne. Dabei soll die Lesebühne inklusiv und feministisch sein. In einer bisher männlich geprägten Kulturszene sorgen solche Initiativen für frischen Wind in der Branche.
Fotografin Anja Fonseka dokumentiert in ihrer Ausstellung «THOSE WHO MAKE» die vielen Gesichter hinter dem B-Sides Festival und macht sichtbar, was sonst im Schatten der Bühne bleibt. Ein Gespräch über Gemeinschaft, freiwilliges Engagement und die Kraft von Zwischenmomenten.
Havaianas und Dolce&Gabbana vereinen sich erneut für eine Kollaboration. Nach dem grossen Erfolg der ersten Kollektion in limitierter Auflage bringt havaianas nun seine ikonischen Designs mit luxuriösem Twist zurück. Wir verlosen ein Paar der bereits ausverkauften Modelle.
In his new documentary «Higher Than Acidic Clouds» Ali Asgari takes his audience on a journey through his mind, where childhood memories, accounts of his decaying home city Tehran and political convictions merge into one. A thought-stirring reflection on his time under forced house arrest in 2023.
Joshua Montens Tanzkompanie zeigt, dass Bewegung und Worte miteinander verschmelzen können: Wenn grafischer Text zwischen den Körpern mittanzt, bekommt die Choreografie eine Tiefe und etwas sprachlich Unerwartbares. Am 22. Mai 2025 gibt es die unkonventionelle Freiluftfassung beim «augenauf! Festival» in Winterthur zu sehen.
Was bleibt von einer Literatur, wenn ihre Stimmen systematisch verdrängt wurden? Nadia Brügger und Valerie-Katharina Meyer erläutern im Gespräch und in ihrem Buch «Widerstand und Übermut», wie vielschichtig «Frauenliteratur» in der Schweiz der 1970er Jahre waren – und warum es höchste Zeit ist, sie neu zu entdecken.
Das Potpuri Kollektiv kündigt die dritte Ausgabe ihres unabhängigen Magazins Potpuri «Gazeta 03» an – ein mehrsprachiges Magazin, das zwischen Pristina und Zürich entstanden ist und marginalisierte Perspektiven, diasporische Geschichten und widerständige Politik ins Zentrum stellt.
In «Japanese Avant-Garde Pioneers» zeichnet Filmemacherin Amélie Ravalec mit eindringlicher Bildsprache und präzisem Gespür für historische Zusammenhänge das Porträt einer künstlerischen Bewegung, die das Japan der 1960ern erschütterte – roh, kompromisslos und politisch. Der Film versteht sich nicht allein als Rückschau, sondern als Aufforderung, Kunst erneut als eine Form des Widerstands zu begreifen.
Bisschen straffer, bisschen jünger, bisschen weniger – bei «sweet skin» kriegst du alles. Die innovationsgetriebene Praxis für Dermatologie, Dermatochirurgie, ästhetische Medizin und Langlebigkeitsmedizin macht Menschen seit 2022 ein bisschen hübscher und gesünder. Wir haben uns mit Gründerin Valentina Bänninger über Botox, Filler und Ehrlichkeit unterhalten.
Ich esse liebend gern von schweren und wunderschön verzierten Tellern und Schüsseln, die einst bei Menschen zur Deko an den Wänden hingen. Solch altes Geschirr findet man nur noch in Brockis; die ursprünglichen Besitzer*innen und Macher*innen sind wohl verschieden. Diese einzigartigen Kunstwerke erzählen Geschichten in aufgemalten Mustern und lassen dennoch viele Fragen durch eingebrannte Initialen offen.
Der junge Regisseur Matias Carlier zeichnet in seinem Dokumentarfilm «Toute ma vie» das feinfühlige Porträt eines struggelnden Teenies aus Lausanne. «Toute ma vie» feierte am 5. April 2025 am Dokumentarfilmfestival «Visions du Réel» in Nyon Weltpremiere. Wir sassen mit im Kinosaal.
Wie erzählt man sechs Tracks in einem einzigen Bildstrom? Director Anthony Gaiardo und DOP Colin Rytz formen aus Yung F. Zillas «Mumble on Purpose» ein visuelles Fragment – ein Fluss aus wechselnden Atmosphären, Gefühlen und Stimmungen. Mal schwebend, mal roh, ständig in Bewegung.
Auf einer abgelegenen Farm im argentinischen Hinterland schwebt eines Nachts eine Lichtkugel aus dem Mund eines Bauern. Zwei Haushälterinnen beschwören in einem Anwesen eine Wand. «El mundo al revés» von Agostina Di Luciano und Leon Schwitter verhandelt mit absurdem Witz und dokumentarischem Blick die spirituelle Wirklichkeit des ländlichen Südamerikas. Autor Jonas Rippstein hat sich den Film am diesjährigen «Visions du Réel» angeschaut.
Punkto Beauty dreht sich bei mir in diesem Frühling alles um Glowy Skin. So, here we go – meine vier absoluten Lieblingsprodukte, die mir diesen «Ich trinke jeden Tag drei Liter Wasser und schlafe acht Stunden»-Look geben.
Bald ist Ostern und einige von uns feiern die Auferstehung Jesu (ja, das passierte an Ostern). Deshalb reden wir mal über «Gott und die Welt»: Denn egal, ob wir glauben oder nicht, wir nutzen alle ständig Redewendungen oder Begriffe aus der Bibel. Und das 2025 Jahre nach Christus. Keine andere Religion ist in unserer Sprache so präsent wie diese.
Die dritte Staffel von «The White Lotus» fesselte wie erwartet mit einem dramatischen Finale – doch der wahre emotionale Höhepunkt liegt in der Darstellung einer Freundschaft, die in all ihrer Komplexität und Zerbrechlichkeit gezeigt wird.
Was bedeutet Liebe? Im Dokumentarfilm «Voices of Strangers» geben fünf Studierende der Fachhochschule Graubünden Menschen aus Berlin das Wort. Keine Liebe ist wie die andere, und genau das macht sie so besonders.
Gold fasziniert und verführt – es verspricht Reichtum, bringt aber oft Leid. Besonders im Orinoco-Bergbaugebiet in Venezuela zeigt sich, wie eng Gier, Ausbeutung und Gewalt mit dem Goldrausch verknüpft sind. Professor Andres Antillano und Ronald Pizzoferrato erzählen von einem Schatz, der Fluch und Segen zugleich ist.
Darf man noch freudig in den Frühling gehen, wenn die Welt gerade wieder untergeht? Über die Moralität eines kühlen Kopfes in Zeiten gebrochener Herzen.
Jahrzehntelang fand Menstruationsblut in der Medizin keine Beachtung. Geprägt von einem geschlechterbasierten Bias und gesellschaftlichen Stigmata wurde die monatliche Blutung bei Frauen lange nur als Abfallprodukt angesehen. Doch so langsam passiert etwas: Wissenschaftler*innen beginnen, das Heilpotenzial der abgestossenen Gebärmutterschleimhaut ernst zu nehmen, und ebnen so den Weg für gerechtere Forschung.
An einem regnerischen Sonntag stolpere ich triefend nass in einen leeren Kinosaal und reise in vergangene Sommertage an die Mittelmeerküste von Neapel. Die neuste Spielfilmproduktion, das Coming-of-Age-Drama «Parthenope» (2024) von Paolo Sorrentino, überzeugt mit Tiefe, regt zum Nachdenken an, sprudelt vor Schönheit und spricht über eine lähmende Trauer, die alles zu verschlingen droht.
«Studio Milch» ist ein Innenarchitekturbüro aus Zürich, gegründet von Leonie Häner und Celia Margarita Ibarra. Die beiden Innenarchitektinnen gestalten Räume, die funktional und atmosphärisch zugleich sind – mit Klarheit, Feingefühl und Mut zur Farbe.
Was passiert, wenn die Vergangenheit plötzlich lebendig wird? Wenn künstliche Intelligenz längst verstorbene Persönlichkeiten zurückholt oder historische Bilder neu interpretiert? Zwischen Nostalgie und Unbehagen bewegt sich das Phänomen des Unheimlichen, das schon Sigmund Freud beschäftigte. Doch in einer Welt, in der KI unsere Erinnerungen rekonstruiert und manipuliert, stellt sich die Frage: Wie echt sind unsere Geschichte und die Identifikation damit noch?
Als ich vor zehn Wochen mit «The Artist’s Way» angefangen habe, wusste ich nicht, worauf ich mich da einlasse. Eine Freundin aus New York hatte mich auf die Idee gebracht – sie wollte selbst bald starten und suchte noch Leute für ihren digitalen Buchclub. Ich dachte mir: Warum nicht? Es war Januar, diese typische «New Year, New Me»-Stimmung lag in der Luft, und irgendwie passte es ganz gut da rein.
Kartoffeln sind über die letzten Jahre ein wenig in Verruf geraten. Durch die ganze Diet Culture und das Streben nach Grünerem, Speziellerem und Gesünderem ging die arme Kartoffel unter, obwohl sie doch so viel zu bieten hat. Das «patat» in Luzern hat das Potenzial der Kartoffel erkannt und gibt ihr das Spotlight, das sie verdient.
Jemanden zu enttäuschen tut weh. Kein Wunder, dass es Menschen gibt, die sich genau vor diesem Gefühl fürchten. Und diese Angst hat sogar einen eigenen Namen: FODO – Fear of Disappointing Others (die Angst davor, andere zu enttäuschen).
Seit Anfang Januar 2025 wird viel über die Demokratie gesprochen und diskutiert. Besonders im Ausland lassen sich Entwicklungen beobachten, die durchaus besorgniserregend sind. In Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich oder speziell den USA und Brasilien gewinnen demokratiefeindliche Politiker*innen und Persönlichkeiten an Zuspruch. Doch was bedeutet das für die Demokratie?
Damit wir noch besser werden