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Sex-Trends

Sex-Trends – was steckt hinter Masturdating?

Trends kommen und gehen, doch diese Sex-Trends haben Potential zu bleiben. Was es mit Masturdating auf sich hat und wieso Mindful Masturbating uns Selbstliebe lehrt.

Von Vanessa Votta

Neue virtuelle Sex-Trends finden ihren Weg immer wieder auf unsere Bildschirme und in unsere Leben. Ein neues Corona-Ding? Auch unsere Sexualität und die Beziehung zu uns selbst hat sich im vergangenen Jahr verändert. Mit eingeschränktem Menschenkontakt und einer geringen Chance auf einen One-Night-Stand, sprechen viele der neuen Trends vor allem Singles an. In einer Zeit wo Mensch oft mit sich alleine ist, können diese Trends für einige zur willkommenen Abwechslung werden. Denn auch wenn alles gerade in einem ständigen Wandel steht, die Lust bleibt bestehen. Die Lust auf Liebe und Sex.

Wer sich an einem der Sex-Trends ausprobieren möchte,  hat die Möglichkeit online viele Kurse und Events dazu zu finden. Im Moment natürlich nur virtuell, aber für den Anfang ist das vielleicht gar nicht mal so schlecht. Drei Trends haben wir genauer unter die Lupe genommen.

Sex-Trend Nummer 1: Gruppenmasturbation

Gemeinsam und doch jeder für sich. Die Gruppenmasturbation wird zum Beispiel wie eine geführte Meditation angeboten. Zu Zeiten von Corona nimmt man via Laptop teil und lässt sich von der Sprecherin oder dem Sprecher leiten. Dabei kannst du dich berühren oder einfach zuhören und geniessen. Auch virtuelle Begegnungen können heiss sein und tauschen im Moment den physischen Kontakt aus. Lass dich auf eine Reise ein und erforsche Intimität, Lust und Selbstkenntnis.

Sex-Trend Nummer 2: Mindful Masturbation 

Dieser Trend steht für Selbstliebe. Selber kennt man seinen Körper immer noch am besten. Bei der Mindful Masturbation stehst du im Einklang mit deinem Körper und förderst die Praktiken des bewussten Atmens, der Berührung, der Achtsamkeit und der Bewegung. Um den Orgasmus intensiv zu spüren und den eigenen Körper und seine Reize richtig zu verstehen, sollte der Fokus bei der Mindful Masturbation nur auf einem selbst liegen. Um dich beim meditativen Solo-Sex richtig fallen lassen zu können, bereitest du dich vor, indem du dich nackt im Spiegel betrachtest. Schau dich an von unten bis oben und finde ein paar Dinge, die du an deinem Körper magst. Das solltest du nicht nur einmal machen, sondern immer wieder. Danach kannst du mit einer leichten Meditation beginnen und dich bewusst auf das Atmen konzentrieren. Bevor du dich berührst überleg dir wie du es sonst immer tust und probiere mal etwas anderes aus. Nimm statt deiner Hand mal Toys oder umgekehrt und begib dich in eine andere Stellung an einem anderen Ort, um ein neues Gefühl und Erlebnis für dich zu entdecken.

Sex-Trend Nummer 3: Masturdating 

Eigentlich verrät der Name schon alles. Masturbieren und daten – das schlägt der neue Sex-Trend vor. Dabei führt man das Date mit keinem geringeren als mit sich selbst. Wie bei einem üblichen Date sucht man sich eine Tätigkeit und einen Ort aus, um zu daten. Der einzige Unterschied dabei ist das Gegenüber, das man nicht hat. Entscheide du ganz allein für dich, womit du jetzt eine schöne und entspannende Zeit verbringen möchtest. Bei diesem Trend geht es weniger um Sex, mehr darum sich selbst auf eine andere Art kennenzulernen. Es geht darum nicht von anderen abhängig zu sein, oder darauf zu warten das die perfekte Person vorbeihuscht, sondern darum sich selbst zu entdecken. Auch wenn der Name es vorzugeben scheint, geht es bei diesem Trend zwar um Selbstbefriedigung, vielmehr wird jedoch die Beziehung zu sich selbst und seinen Wünschen in den Fokus gestellt. Das heisst natürlich nicht, dass man sich auf einem Date mit sich selbst, nicht auch befriedigen darf. Denn das kann eine noch tiefere Verbindung schaffen. 

Selbstliebe ist in dieser Zeit noch wichtiger geworden. Damit viele sich sexuell, aber auch menschlich nicht verlieren zeigen die Sex-Trends wie die Liebe zu sich und seinem Körper erhalten bleibt.