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Gemeinsam für etwas

Zugehörigkeit, Gemeinschaft und die Leidenschaft gemeinsam für etwas zu brennen. Kollektive verkörpern genau das. Die Liebe zur Community und die Liebe zum eigenen Handwerk formen sie.

Von Vanessa Votta

Gemeinschaft ist das Schlüsselwort für die grossen Dinge im Leben. Kollektiv bedeutet nichts anderes als das. Besonders vielversprechend wird’s, wenn sich verschiedene Individuen mit grossartigen Ideen zusammenschliessen, ergänzen und so Grösseres schaffen, als sie es auf dem Ego-Trip hätten können. Beweis dafür liefern diese jungen Schweizer Kollektive.

Maeve

Maeve ist ein Two-Women-Kollektiv, das Konzepte und Visualisierungen für Social Media Kanäle kreiert: Filmen, schneiden, animieren, gestalten, stylen und Geschichten erzählen – immer mit dem Ziel unerwartete, emotionsgeladene und bleibende Eindrücke zu hinterlassen.

Die beiden Girls haben sich vor zehn Jahren an einer Geburiparty kennengelernt und daraufhin gemeinsam studiert und gearbeitet. Im September launchten sie das kreative Kollektiv «Maeve», um ihre gemeinsame Leidenschaft für Ästhetik und Bewegtbild in Projekten für Labels und Unternehmen zu realisieren. 

Maeves Vision ist es, ein Netzwerk von talentierten und kreativen Frauen zu werden, die sich gegenseitig supporten und mit vereinter Kraft  interessante Geschichten erzählen und einzigartige Projekte realisieren.

Wir inhalieren und leben Social Creativity, unser Mindset denkt «social first» und die Arbeiten von Maeve fokussieren sich genau darauf spannende Geschichten auf Social Media zu erzählen.

Instagram

Spread

Was mit Lokaltpatriotismus und einem Einzelpiece begonnen hat, entwickelte sich schnell zu einem grossen Netzwerk, das diesem Kapitel dankend die Hand reicht und sich heute immer mehr für das Kulturleben engagiert.  Spread wurde 2017 mit Fokus auf grafische Prints offiziell als Clothing-Brand gegründet. Mit einer Ladenfläche in der Badener Altstadt kam das Kollektiv ins Rollen und rollt bis heute weiter. 

Den Store gibt es nicht mehr physisch, sondern nur noch online. Doch dafür beteiligt sich Spread und deren Community umso mehr am kulturellen Leben der Stadt Baden. Mit Raves, Podiumsdiskussionen, Flohmärkten und Konzerten decken sie heute eine grosse Bandbreite des alternativen Kulturprogramms ab. 

Nebst all diesen Dingen publiziert das Kollektiv das «No Excüse Magazin» worin das gesamte kreative Umfeld vorgestellt und einem «Spread» als Brand ein wenig näher gebracht wird. Das Jugendkulturmagazin dient als Plattform für Kreativschaffende und hilft ihnen sich untereinander auszutauschen. Streetwear wird immer das Herzen des Kollektivs bleiben, doch die Community dahinter hilft dabei auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen.

Instagram

F96

Das Anliegen von F96: Ein offenes, von FINT* (Female, Intersexual, Non-binary, Trans*gender) getragenes Netzwerk aufbauen und innerhalb des Netzwerks viel Raum für Austausch und transdiziplinäres Skill-Sharing schaffen. 

«Bei F96 wird der Fokus mehr darauf gelegt, Fragen zu stellen, als klare Antworten zu geben. Wir diskutieren Dinge wie Vielfalt im Nachtleben, Intersektionalität, die Politik der angemessenen Bezahlung und die Quotenfrage in Kunst und Musik. , was bei uns momentan ein Schwerpunkt ist.»

Das Kollektiv F96 sollte möglichst hierarchielos funktionieren. Motivierte Menschen finden sich im Telegram-Chat zusammen und definieren ihre Positionen je nach Lust und Zeit. So kann beispielsweise eine Person in einem Projekt szenografisch arbeiten und im nächsten für das Fundraising zuständig sein.

Sicher ist: das F96 ist ein Pool von spannenden Individuen, deren Austausch und Zusammenarbeit in der Vergangenheit zu unglaublich tollen Diskussionen und Projekten geführt hat, und so wird es wohl auch weiter gehen.

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Okra Collective

Das Okra Collective engagiert sich für das Erschaffen von diskriminierungsfreien Party Spaces, an denen sich BPoC wohl, sicher und frei fühlen.

Gleichzeitig setzen sie sich dafür ein, BPoC-Künstler in den Vordergrund zu rücken und ihnen eine Plattform im Basler Nachtleben zu bieten.

Die Vielfältigkeit in der Club- und Kulturszene ist eher gering. Das will Okra ändern. Da für BPoC nicht die entsprechenden Locations und  Events zur Verfügung stehen oder solche noch gar nicht existieren, braucht es jemand, der sich genau um das kümmert. Gute Musik und gute Stimmung sollte an einer Party im Mittelpunkt stehen, möglich gemacht durch verschiedenen BPoC DJs und Musiker aus der Schweiz.

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ExcaliburAttire

ExcaliburAttire wurde vor über zwei Jahren gegründet mit dem Bedürfnis dem vorwiegend schwarz-weiss dominierten Kleidungsmarkt, mit farbenfrohen Fairtrade T-Shirts, Sweaters und Longsleeves Leben einzuhauchen.

Seit Beginn werden alle T-Shirts von ExcaliburAttire von Hand, in Zürich siebgedruckt. Es wird ausschliesslich auf nachhaltige sprich Fairtrade T-Shirt-Rohlinge und wasserbasierte Farben gesetzt, um der Fast-Fashion und der Wegwerfgesellschaft entgegen zu wirken. Doch der Nachhaltigkeitsgedanke geht über die T-Shirts hinaus: Mit dem Erlös der einjährigen Geburtstagsparty im Provitreff, liessen sie rund 3000 Bäume pflanzen.

Das Kollektiv lässt sich heute von den Musikstilen Break-Beat, Ghettotech, Trance und Plakate, sowie Graffiti im öffentlichen Raum inspirieren.

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Club Dänemark

Club Dänemark Collective interessiert sich für Raum, Resonanz mit unserer Umwelt, künstlerische Modelle mit gesellschaftspolitische Relevanz, die tragfähig sind für die Zukunft. In der «easy under cover Serie» setzen sie das konventionelle Konzept von alltäglichen Bühnenkonzerten auf die Probe. Mithilfe von Räumen und Projektionen wird das Konzerterlebnis intensiv – auch dank der «No Phone» Regel.

«Entweder, Mensch ist dabei – oder halt nicht.»

Der Standort des Club Dänemark befindet sich auf einem ehemaligen Industriegelände in Luzern. Dieser fungiert nicht nur als Labor für Forschung und Entwicklung, sondern auch als ein Spielplatz für die Interaktion mit ihrem Publikum.

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Eigenartig

Eigenartig ist sowohl Kollektiv als auch Plattform.
Ihr Ziel ist es inspirierende Ideen und neue Herangehensweisen auszuprobieren und vorzustellen. Menschen aus verschiedensten Bereichen mit unkonventionellen Ideen sollen eine Plattform erhalten, um sich vernetzen zu können.

Egal ob bildende Kunst, Mode, Musik, Gesellschaft, Biologie oder Politik. Multimedia und Transdisziplinarität sind die Wege der digitalen Zukunft und diese lassen sich am besten gemeinsam beschreiten. Eigenartig will den Zeitgeist beschwören und seinen/ihren Puls spüren. Den Kern des Kollektivs bilden die Zürcher Kunstschaffenden Mira Sol und Gaia Del Santo.

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