Zürich hat etwas. Mehr als etwas. Einen See, Flüsse, Berge – wenn auch keine hohen –, Wälder, eine breite Kultur- und Gastroszene und vor allem: Charme. Diese Vielseitigkeit zeigt sich auch am 1. August. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um den Nationalfeiertag ganz nach seinem Gusto in der Stadt zu verbringen. Ganz wichtig dabei aber:
«Have a nice time, bitte».
Dieser Slogan ziert die T-Shirts von Zürich Tourismus, die gemeinsam mit unseren Kolleg*innen von der berliner Kunstplattform 032c entstanden sind. Zürich wird auf dem Shirt als kulturelles Betriebssystem dargestellt: strukturiert, vernetzt, präzise. Als gestalterischer Ausgangspunkt dient dafür die Zürcher Ämterscheibe von 1544. Gut getroffen, finden wir.
Deshalb haben sich fünf Menschen aus Zürich – drei davon von Team akut – ins Zürich-Tourismus-T-Shirt geschmissen und über den Nationalfeiertag und vor allem Zürich gesprochen.
Leila, Gründerin und Chefredakteurin akut Mag

Wie und wo verbringst du den 1. August in Zürich?
Wann immer möglich, am Äms Fäscht auf der Bäckeranlage im Kreis 4. Das Äms Fäscht ist eine alternative, interkulturelle und ehrenamtlich organisierte 1.-August-Feier, die Vielfalt feiert und ein Zeichen gegen Ausgrenzung setzt.
Wenn du Zürich in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das und warum?
Clean, spannend und Szene. Clean erklärt sich von selbst – ich habe selten bis nie eine Stadt gesehen, die so sauber ist wie Zürich. Jedes Mal bin ich wieder von Neuem überrascht, wie schnell nach einer grossen Veranstaltung aufgeräumt und geputzt ist. Big up an die Arbeiter*innen der Stadt Zürich! Weiter finde ich Zürich eine unglaublich spannende und vielfältige Stadt. Grossstadtflair trifft auf Natur, Natur auf Dorfcharakter. Die unzähligen Angebote der Stadt und die überschaubare Grösse sorgen dafür, dass einem hier nie langweilig wird. Und Zürich vereint unzählige Szenen – und genauso viele Szenis.
Was macht Zürich für dich zu einem Ort, an dem man sich zuhause fühlen kann?
Die Ruhe und die Grösse der Stadt. Du kannst dich jederzeit in den Bus oder ins Tram setzen und bist innert kürzester Zeit mitten im Wald, am See, am Fluss oder auf einem Berg. Man kann sich jeden Tag entscheiden, ob man Action oder Erholung möchte.

Akira, Musiker

Wie und wo verbringst du den 1. August in Zürich?
Am liebsten ganz ruhig. Zuerst Schwimmen im See, danach ein Abendessen mit Freund*innen irgendwo in der Altstadt und anschliessend einen Ausflug an meinen liebsten Ort in Zürich: die Weinberge bei der EPI-Klinik im Kreis 8. Von da aus hat man eine wunderschöne Aussicht über den See.
Wenn du Zürich in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das und warum?
Oh, schwierige Frage. Ich bräuchte mehr Worte. Aber heruntergebrochen und sehr persönlich konnotiert: Natur, weil sie Zürich umgibt und ich dort am meisten Zeit verbringe. Familie, weil sie in Zürich ist und für mich Zürich zu dem macht, was es ist, und Zuhause – selbsterklärend.
Was macht Zürich für dich zu einem Ort, an dem man sich zuhause fühlen kann?
Ich kenne Zürich wie meinen eigenen Hosensack. Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Ich habe meine engsten Menschen hier, kenne Lokale, in die ich einfach reinsteppen und mich wohlfühlen kann. Dazu kommt die Natur. Zürich bietet einem so viel davon. Ich persönlich bin eher disconnected von der Innenstadt. Deshalb wohne ich auch im Seefeld. Ich liebe die zahlreichen Aussichtsplätze mit ihrer Weite, den Wald mit seiner Ruhe, den See. An diesen Orten fühle ich mich so richtig zuhause.

Elay, Head of Visual Content akut Mag und Fotograf

Wie und wo verbringst du den 1. August in Zürich?
Tagsüber gehe ich bei gutem Wetter am liebsten in der Nähe wandern. Das gehört für mich einfach zum Swiss-Feeling dazu. Am Abend nehme ich es dann gemütlich und gehe auf den Käferberg, um von oben zuzuschauen, wie die Stadt feiert.
Wenn du Zürich in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das und warum?
Vielseitig, grün, überraschend. Vielseitig: Ich habe das Gefühl, dass sich die meisten in Zürich wohlfühlen können. Museen, tolle Bars, schöne, gepflegte, eher poshe Ecken, aber auch raue, ungeschliffene Quartiere. Man kann tanzen, schwimmen oder einfach die Stadt geniessen – im Sommer wie im Winter. Zürich hat für jede*n etwas; man muss nur sein eigenes Plätzchen finden. Grün: Wenn ich von anderen Städten nach Zürich zurückkomme, staune ich immer wieder darüber, wie grün wir es hier haben. Ob an der Limmat, die schönen Alleen oder die vielen Parks – das macht Zürich für mich besonders. Und dann überraschend: Obwohl Zürich eine eher kleine Stadt ist, entdecke ich ständig neue Strassen oder Lokale. Manchmal fühle ich mich wie Alice im Wunderland, weil immer wieder etwas Neues aufploppt.
Was macht Zürich für dich zu einem Ort, an dem man sich zuhause fühlen kann?
Mein Freund, meine Freund*innen und all die vertrauten Gesichter. Mein Lieblingscafé, in dem sie schon mit meiner Bestellung anfangen, sobald ich zur Tür hereinkomme. Dass man, wenn man möchte, unglaublich schnell per Du ist und einem meistens mit Offenheit und Freundlichkeit begegnet wird. Dieses Gefühl von Vertrautheit macht Zürich für mich zu einem Zuhause.

Kim, Fotografin und Visual Designerin

Wie und wo verbringst du den 1. August in Zürich?
Den 1. August verbringe ich am liebsten mit guten Freund*innen und ein paar feinen Wiedikerli auf dem Grill oder am Äms Fäscht.
Wenn du Zürich in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das und warum?
Frauenbadi – für mich der Inbegriff des Zürcher Sommers, einfach chillig zum Sein und Lesen. Dann Kultur, weil Zürich in Sachen Essen, Kunst, Design, Architektur und Musik eine Vielfalt bietet, die man auf kleinstem Raum geniessen kann. Und «enSoie»: Der 132 Jahre alte Züri-Brand spiegelt für mich die Stadt ziemlich gut wider.
Was macht Zürich für dich zu einem Ort, an dem man sich zuhause fühlen kann?
Zürich hat diese gute Grösse, in der man alles hat, aber trotzdem jeden Ort und jeden Lieblingsmenschen zu Fuss erreichen kann. Diese Nähe macht die Stadt für mich geborgen. Zudem schätze ich den Zürich HB als Knotenpunkt, ob zu meiner Familie nach Bern, in andere Schweizer Städte, nach Paris, Milano und mehr – alles ist super gut verbunden mit dem Zug.

Lorena, Stv. Chefredakteurin akut Mag und Art Director

Wie und wo verbringst du den 1. August in Zürich?
Ich feiere den 1. August eigentlich selten im klassischen Sinn, obwohl ich den Gedankengang, Traditionen und Gemeinschaft zu zelebrieren, schön finde. Dieses Jahr gehe ich mit lieben Menschen auf einen Berg, frische Heidelbeeren sammeln. Das ist auch fast schon zur Tradition geworden. Und falls wir nicht campieren, bin ich abends wahrscheinlich irgendwo in den gemütlichen Gassen Zürichs mit einem gut gefüllten Glas Wein anzutreffen.
Wenn du Zürich in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das und warum?
Klein. Gross. Heimat. Zürich hat eine schöne Balance: überschaubar genug, dass man sich spontan über den Weg läuft, und gleichzeitig gross genug, dass immer irgendwo etwas läuft oder es etwas zu entdecken gibt. Und «Heimat» ist wohl selbsterklärend.
Was macht Zürich für dich zu einem Ort, an dem man sich zuhause fühlen kann?
Meine Familie und Freund*innen, die alle ums Eck wohnen und jederzeit spontan bei mir vorbeikommen können, ohne dass sie in den Zug steigen oder irgendwohin pilgern müssen. Dass ich mich am Sonntag mit meiner Zeitung neben die Rentner*innen ins Kafi setzen kann und sie mir grüssend zunicken (fühlt sich jedes Mal wie ein Ritterschlag an). Und natürlich die Möglichkeit, mitten im Beton in glasklares Wasser zu springen.

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