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«Form» – näher an die Kunst

Mit «FORM» hat Flint Ohms eine Plattform geschaffen, die Kunst nicht nur zugänglich, sondern auch fühlbar macht. Was hinter der Vision steckt und wie das ganze in der Praxis aussieht.

Von Leila Alder

Zu wenig Know-how, zu wenig Geld, zu wenig in der Bubble – noch immer haben viele Menschen Hemmungen, sich in die Welt der Kunst zu begeben. Die meisten Kunsträume erschweren den Zugang zusätzlich durch ihre Exklusivität und ihren Elitarismus. 

Deshalb braucht es unabhängige Formate, die dagegen wirken – so wie «FORM». Die Kunstplattform wurde 2024 von Flint Ohms ins Leben gerufen und entwickelt Ausstellungen, kuratierte Räume und Open Ateliers. Flint war von der Absicht getrieben, Umgebungen zu schaffen, in denen sich Kunst durch Dialog und gemeinsame Präsenz entfalten kann.

«FORM» arbeitet mit aufstrebenden und etablierten Künstler*innen zusammen und bietet eine Plattform, die jenseits traditioneller Galeriestrukturen funktioniert. Die Veranstaltungen finden meistens in aktiven Ateliers und Lebensräumen statt und ermöglichen so einen direkten Austausch und einen Einblick, wie interdisziplinär arbeitende Künstler*innen durch Räume, Beziehungen, Werte und Lebenserfahrungen geprägt werden. Statt eines festen Kurator*innen-Teams kooperiert die Kunstplattform über ein flexibles globales Netzwerk von Künstler*innen, Designer*innen und Kollektiven. Diese fluide Struktur ermöglicht es, dass Ausstellungen anpassungsfähig und kontextsensitiv bleiben.

Seit der Gründung wurden bereits drei Open Ateliers in Zürich realisiert, bei denen die Gäst*innen in Arbeitsateliers von Künstler*innen willkommen geheissen wurden. Die Plattform kuratierte zudem einen gemeinsamen Fine-Dining-Abend in einem Schmuckatelier.

Beim jüngsten Open Atelier öffnete der Zürcher Künstler Tobias Brunner seine Ateliertür für eine bunt zusammengewürfelte Crowd. Anders als bei sonstigen Kunstevents standen nicht das Cüpli und das Sehen-und-gesehen-werden im Fokus, sondern tatsächlich der Künstler und sein Schaffen. Tobias Brunner studierte Industrial Design an der ECAL in Lausanne und bewegt sich in seiner Praxis nun an der Schnittstelle von Design und Kunst. Er erforscht darin den Raum zwischen dem Materiellen und dem Immateriellen – zwischen dem, was wir bauen, und dem, woran wir glauben. Bei einem Artist-Talk, geführt von Flint Ohms, gewährte der Künstler intime Einblicke in sein Schaffen, seine Inspiration und die Herausforderungen, die seine Tätigkeit mit sich bringt. Das Interesse der Teilnehmer*innen war so gross, dass im Anschluss an den Talk eine mindestens genauso lange gemeinsame Diskussion stattfand. Die Atmosphäre war gelassen, jenseits von exklusiv – einladend, um auch die eigenen Gedanken zu teilen.

Mehr über «FORM» und ihre aktuellen Events findet ihr auf Instagram.

26. Februar 2026

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