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Die Ästhetik der Abweichung

In seiner Abschlussarbeit «Normativität und Aberration archetypischer Schmucktypologien» hat Christopher Nguyen untersucht, wie Abweichung und Irritation als gestalterisches Mittel genutzt werden können. In unterschiedlichen Schmuckserien werden nach den Prinzipien wissenschaftlicher Anomalien ikonische Schmuckklassiker verfremdet.

Von Gastautor*in

Projekt von Christopher Nguyen

Christopher Nguyen ist konzeptioneller Schmuckdesigner, der 2024 an der Hochschule Düsseldorf sein Studium abgeschlossen hat. In seinen Arbeiten verbindet er klassisches Goldschmiedehandwerk mit digitalen Gestaltungs – und Fertigungstechniken. Im experimentellen Umgang mit Materialien entstehen unerwartete Ergebnisse.

Inspiriert von biologischen Mutationen, sozialen Abweichungen, physikalischen Phänomenen und digitalen Glitches entstanden vier Schmuckserien. Die Veränderungen reichen von kleinen, kaum sichtbaren Eingriffen bis hin zur vollständigen Auflösung der ursprünglichen Form.

Bei der Gestaltung wurden generative Modellierung und klassische CAD Konstruktion angewandt. Die Formen wurden vom Digitalen, mithilfe von 3D-gedrucktem Wachs, ins Analoge übersetzt und in Silber gegossen.

Die Störungen in den einzelnen Schmuckstücken machen Normen sichtbar, untersuchen ihre Wirkung und eröffnen neue Perspektiven auf Schmuck, Gestaltung und kulturelle Erwartungen.

Bilder: Christopher Nguyen

Handmodel: Mara Vukorep

Model Schattenbilder: Selina Lotter 

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11. September 2026

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