Americana als vertraute Fremde
Hitze, Schlamm, Erinnerung und gesellschaftliche Schwermut. Eine cinephile Reise durch die dunkle Ästhetik des amerikanischen Südens.
Hitze, Schlamm, Erinnerung und gesellschaftliche Schwermut. Eine cinephile Reise durch die dunkle Ästhetik des amerikanischen Südens.
In der Serie «Wo Zitronen bluten» setzt sich Riccardo Troia mit Herkunft, Erinnerung und der Konstruktion von Identität auseinander. Ausgangspunkt des Projektes ist «Sferracavallo», ein kleines Fischerdorf bei Palermo, der Heimatort seines Vaters und seiner Nonni, die in den 60er-Jahren aufgrund der ökonomischen Verhältnisse Siziliens in die Schweiz migrierten.
«rustikal queer» vereint Upcycling, Kostümdesign und lesbische Sichtbarkeit zu einer performativen Wanderbekleidungs-Kollektion.
Die französische Schauspielerin und Regisseurin Hafsia Herzi adaptiert in ihrem Regiedebüt «La petite dernière» den gleichnamigen Roman von Fatima Daas. Sie und Protagonistin Nadia Melliti erzählen eindringlich und realitätsnah von einer queeren Jugendlichen, die zwischen Glauben und heteronormativer Sozialisierung um Selbstakzeptanz ringt.
In der AMC Hall vor Pristina proben Tänzer*innen des Kosovo National Ballet für eine Premiere, die mehr bedeutet als ein Auftritt. «Carmina Burana» wird für sie zu Verantwortung, Ausdruck – und zu einem Moment, in dem der Kosovo zeigen will, wer er ist.
Fünf Jahre nach der ersten Ausgabe hat sich das Black Film Festival Zurich zu einer festen Grösse in der Zürcher Kulturlandschaft entwickelt. Gründungsmitglieder Ania Anna Mathis und Rispa Stephen blicken zurück auf die Anfänge – und teilen mit uns ihre Vision für die Zukunft des Festivals.
Manchmal braucht es Animation, um die Lücken einer ungelösten Vergangenheit sichtbar zu machen, dort wo Realität verstummt und Erinnerung ins Ungewisse kippt. In ihren Bildern kann etwas aufscheinen, das der realen Welt entglitten ist.
«Only Ghosts in the Waves» ist der Titel des neuen Dokumentarfilms von Alexander Tank und Tobias Scharnagl. Ein Gespräch mit den beiden Regisseuren über ihren Film und die Folgen der restriktiven EU-Migrationspolitik.
Was aus Intuition ohne Businessplan oder grosses Kapital begann, ist heute ein fortlaufendes Herzensprojekt – wohl eine der besten Lebensentscheidungen, die Michèle Granwehr und Sebastián Solano bei der Gründung von «laflordelsol» 2020 getroffen haben.
Ein Song auf Spotify, eine Adresse auf Google Maps, ein Like auf Instagram – beinahe jede Tätigkeit im Internet ist mit einer Cloud verbunden. Obwohl ihre Infrastruktur wesentliche Teile der globalen Systeme und unseres Alltags steuert, bleiben ihre Materialität und die damit einhergehenden Ressourcennutzung, Umweltauswirkungen und Machtstrukturen für die meisten von uns verborgen.
Vom 30. Oktober bis 1. November 2025 feiert das Echolot Festival in Luzern sein fünfjähriges Jubiläum. Mit 40 Konzerten und DJ-Sets in 14 Locations bietet das Festival eine Plattform für aufstrebende regionale, nationale und internationale Künstler*innen, die den Sound von morgen präsentieren. Wir sind als Medienpartnerin dabei.
Was haben ein Axtmörder aus Langeweile und ein Apéro-Plättli gemeinsam? Beide finden Platz in Claudia Bossards Inszenierung von Max Frischs «Graf Öderland» am Schauspielhaus Zürich. Ein Stück, das triefend vor Galgenhumor in die Abgründe der menschlichen Psyche vordringt und illustriert, wie wenig es braucht, damit die geordnete Welt aus ihren Fugen gerät.
Nach einem erfolgreichen Auftakt in der Lokremise in Wil macht das Stück «SAMAR» vom Tanztheater Rigolo Ende Oktober bis Anfang November im Zirkusquartier in Zürich Halt. Wir verlosen Tickets für die Show.
My work often revolves around themes of identity and transformation, drawing from both my Italian and Albanian background. My photography is the way I connect personal narratives to broader cultural questions. With each project, I try to create visual narratives that feel poetic but also direct, confronting tradition while exploring what it means to redefine ourselves today.
«Souvenir Sport» ist ein Vintage-Shop und Archiv für Schweizer Kleidung aus dem 20. Jahrhundert. Das Archiv widmet sich dem Thema «Helveticana» – Kleidung und Material, welche die Geschichte der Schweiz als Land des Alpinismus, des Handwerks und der Industrie haptisch erzählen.
Rapperin KimBo bringt im Herbst ihr neues Album «Weg gah» heraus. Zeit für ein Gespräch über Sprache, Kunst, Feminismus, Freiheit, Food und Politik.
Ein Buch, das seit zwei Wochen in den Medien ist wie kein anderes, und ein Autor, der gerade einmal 22 Jahre alt ist. Noch bevor Nelio Biedermanns «Lázár» am 1. September erschien, wurde es bereits an zwanzig Länder verkauft. Wir haben mit dem Shootingstar über sein opulent-düsteres Familiendrama, das Schreiben und Fleisch gesprochen.
«EXPANSION» ist eine interdisziplinäre Veranstaltung, die sich künstlerisch mit dem Thema Migration auseinandersetzt. Basierend auf persönlichen Erfahrungen thematisiert die Performance die Herausforderungen, denen junge Migrant*innen in der Schweiz begegnen – und macht diese auf eine sensible, performative Weise sichtbar.
Dieses Jahr findet das alternative Filmfestival «Kino Kosova» zum sechsten Mal statt. Mit dem Kernziel, Nähe zu schaffen, und dem diesjährigen Themenschwerpunkt «Sense of Purpose» lädt «Kino Kosova» vom 10. bis 14. September alle Interessierten nach Bern ein.
Rainer Brenner zeigt in seinem neuen Buch «I, I, I, I, I,», wie Sprache Bilder erzeugt: Texte, die innere Bilder formen und zugleich Bilder im Text sichtbar machen.
Was passiert, wenn die erste, grosse Liebe zerbricht, man sich neu verliebt – und das abgelaufene «Für-immer» in Sehnsucht und Trennungsschmerz verschwimmt? Wir trafen Autorin Lia Maria Neff zum Interview über ihren Debütroman «Ein bisschen für immer».
Das kalte, kristallklare Wasser der Schweizer Flüsse ist jedes Mal aufs Neue die perfekte Abkühlung bei heissen Temperaturen. Dabei ist es egal, ob wir uns mitten in Grossstädten oder umgeben von Bergen mit der Strömung treiben lassen: Es erfrischt uns sowohl innerlich als auch äusserlich. Let's dive in!
Gigi und Cachita sind aus der Schweizer Musikszene nicht mehr wegzudenken. Von Anfang an laut, unbequem und stets mit klarer Haltung gegen Sexismus und Misogynie haben sie sich als zwei der gefragtesten Stimmen des Landes etabliert. Diese Linie setzen die beiden Künstlerinnen auch in ihrer neuen Single «Schön» fort: Mit Ironie und musikalischer Finesse nehmen sie das konservative Frauenbild aufs Korn.
Das politische Non-Profit-Kollektiv «Freestylesociety3» lädt ein! Der Poet Jean D’Amérique, der aktuell Writer in Residence im Literaturhaus Zürich ist, tritt am 26. Juli im Feministischen Streikhaus Zürich auf.
«It's Agony & I'm Ravenous» explores the collapse of structure in turbulent times. Once cordial and now in decline, it highlights how our environments and beauty — through something as simple as a garden — can shape our behaviour and entirety.
Die Ausstellung «Rautistrasse 3000» ist eine Initiative des temporären Kollektivs Rauti in Partnerschaft mit dem Verein Papillarya und findet vom 17.-24. Juli 2025 in der Siedlung Salzweg statt – einem Wohnkomplex, der im August abgerissen wird.
Gemeinsam mit dem Zürcher Lokal «Summergarte» veranstaltet «farbfilm studio» am 12. Juli 2025 ein Openair-Kino ganz im Zeichen des lokalen Filmschaffens auf dem Kasernenareal. Frei zugänglich und gratis für alle. Bei kühlem Bier, auf einer schönen Wiese unter einem grossen Baum mit der besten Fischplatte der Welt.
Regisseur Matias Carlier über prägende Begegnungen und eine heikle Entscheidung hinter seinem Dokumentarfilmdebüt «Toute ma Vie».
Wenn man tief in Wortkunst abtauchen will, dann am besten an einem idyllischen Ort wie dem Alten Botanischen Garten mitten in Zürichs Innenstadt. Mit dieser oft gewählten Kulisse faszinieren die Veranstalter*innen vom «Literatur Festival Zürich» nicht nur die Stars der Szene, sondern auch das Publikum – mit bekannten sowie neuen Talenten aus der Literaturszene.
Gemeinsam mit adidas feiern wir die Fussballkultur der Frauen während der UEFA Women’s EURO 2025. Vom 2. Juli bis 27. Juli lädt adidas in Basel und in Zürich mit dem «THREE STRIPE SOCIAL CLUB» Fans, Kreative und lokale Talente zu einem unvergesslichen Fest ein – for free!
Wer wie ich jahrelang einen weiten Bogen um Festivals gemacht hat, könnte es mal mit dem Openair St. Gallen versuchen – und sich vielleicht eines Besseren belehren lassen.
Die Fussball-Europameisterschaft der Frauen ist ein Fest für alle. Pünktlich zum Auftakt geben wir dir ein wenig Orientierung im Fussball-Trubel, damit du deinen eigenen Weg zum «Summit of Emotions» findest.
Als ein vom Weg abgekommener Wanderer von einem Gehörlosen in einem alten Volvo aufgegabelt wird, beginnt für beide eine unerwartete Reise. Was als eine stumme Autofahrt beginnt, entwickelt sich zu einem mehrsprachigen, kunterbunten Roadtrip. Der Kurzfilm «GARE nid WYT» von Dominik Rickli gibt Einblick in die Kommunikation jenseits von Worten und in die Vielfalt der vier Schweizer Landessprachen.
Nicht nur spielt er neben Jane Birkin die Hauptrolle in einem meiner Lieblingsfilme, auch dient er mir immer wieder als Ort zum Lesen und Sinnieren und er bringt mich in meine Herzensstadt Paris: Der TGV. Seit Kurzem kann er aber noch mehr: DJ-Sets und gratis Frühstück.
Lust, deinen Züri-Sommer um eine kulturelle Komponente zu erweitern? Dann schau vom 3. bis 5. Juli am «rrRrr» Performance Festival des Kollektivs Perrrformat vorbei. Das Beste: It’s completely free!
lkonische Autowaschanlagen als Bühne für musikalische Talente aus aller Welt. Diese ungewöhnliche Kombination passt nicht nur perfekt zusammen, sondern ergibt auch bei näherem Eintauchen in das Konzept einen tieferen Sinn. Eine neue Konzertreihe aus Deutschland, die bereits dort sowie online für Aufsehen sorgt, hätte auch Lust, über die Ländergrenzen hinweg zu expandieren.
DJ Motorola. Ein Name, der im Zürcher Nachtleben längst wie ein Echo durch die Clubs hallt. Ich erinnere mich noch gut an unsere erste Begegnung: eine Party unter freiem Himmel, irgendwo zwischen Bäumen, Boxen und flackerndem Licht. Jahre später sprechen wir spätabends über sein erstes Album, über kreative Prozesse, Lerneffekte und darüber, was es heisst, sich selbst treu zu bleiben – im Leben wie im Beat.
Die Elefantinnen in unserem Raum – über Gianna Roveres literarisches Debüt «Episoden von Alltagselefanten» zwischen Körper, Sprache und Solidarität.
Eine persönliche Vision jenseits des Offensichtlichen erlaubt es Sarah Maurer, die Feinheiten des Lebens zu erforschen und einzubeziehen. Diese Aufrichtigkeit spiegelt sich am stärksten in ihren Porträts wider. Ihr Prozess ist zwangsläufig allumfassend, da Motiv, Objektiv und Umgebung sich gegenseitig kennenlernen.
Das «Kollektiv Kitzeln» hat sich 2022 zusammengeschlossen, um in Bern eine Lesebühne zu veranstalten. Die vier Autor*innen Sarah Altenaichinger, Lea Schlenker, Fine Degen und Mia Ackermann stehen dort sowohl vor als auch hinter der Bühne. Dabei soll die Lesebühne inklusiv und feministisch sein. In einer bisher männlich geprägten Kulturszene sorgen solche Initiativen für frischen Wind in der Branche.
Fotografin Anja Fonseka dokumentiert in ihrer Ausstellung «THOSE WHO MAKE» die vielen Gesichter hinter dem B-Sides Festival und macht sichtbar, was sonst im Schatten der Bühne bleibt. Ein Gespräch über Gemeinschaft, freiwilliges Engagement und die Kraft von Zwischenmomenten.
In his new documentary «Higher Than Acidic Clouds» Ali Asgari takes his audience on a journey through his mind, where childhood memories, accounts of his decaying home city Tehran and political convictions merge into one. A thought-stirring reflection on his time under forced house arrest in 2023.
Joshua Montens Tanzkompanie zeigt, dass Bewegung und Worte miteinander verschmelzen können: Wenn grafischer Text zwischen den Körpern mittanzt, bekommt die Choreografie eine Tiefe und etwas sprachlich Unerwartbares. Am 22. Mai 2025 gibt es die unkonventionelle Freiluftfassung beim «augenauf! Festival» in Winterthur zu sehen.
Was bleibt von einer Literatur, wenn ihre Stimmen systematisch verdrängt wurden? Nadia Brügger und Valerie-Katharina Meyer erläutern im Gespräch und in ihrem Buch «Widerstand und Übermut», wie vielschichtig «Frauenliteratur» in der Schweiz der 1970er Jahre waren – und warum es höchste Zeit ist, sie neu zu entdecken.
Das Potpuri Kollektiv kündigt die dritte Ausgabe ihres unabhängigen Magazins Potpuri «Gazeta 03» an – ein mehrsprachiges Magazin, das zwischen Pristina und Zürich entstanden ist und marginalisierte Perspektiven, diasporische Geschichten und widerständige Politik ins Zentrum stellt.
In «Japanese Avant-Garde Pioneers» zeichnet Filmemacherin Amélie Ravalec mit eindringlicher Bildsprache und präzisem Gespür für historische Zusammenhänge das Porträt einer künstlerischen Bewegung, die das Japan der 1960ern erschütterte – roh, kompromisslos und politisch. Der Film versteht sich nicht allein als Rückschau, sondern als Aufforderung, Kunst erneut als eine Form des Widerstands zu begreifen.
Der junge Regisseur Matias Carlier zeichnet in seinem Dokumentarfilm «Toute ma vie» das feinfühlige Porträt eines struggelnden Teenies aus Lausanne. «Toute ma vie» feierte am 5. April 2025 am Dokumentarfilmfestival «Visions du Réel» in Nyon Weltpremiere. Wir sassen mit im Kinosaal.
Wie erzählt man sechs Tracks in einem einzigen Bildstrom? Director Anthony Gaiardo und DOP Colin Rytz formen aus Yung F. Zillas «Mumble on Purpose» ein visuelles Fragment – ein Fluss aus wechselnden Atmosphären, Gefühlen und Stimmungen. Mal schwebend, mal roh, ständig in Bewegung.
Auf einer abgelegenen Farm im argentinischen Hinterland schwebt eines Nachts eine Lichtkugel aus dem Mund eines Bauern. Zwei Haushälterinnen beschwören in einem Anwesen eine Wand. «El mundo al revés» von Agostina Di Luciano und Leon Schwitter verhandelt mit absurdem Witz und dokumentarischem Blick die spirituelle Wirklichkeit des ländlichen Südamerikas. Autor Jonas Rippstein hat sich den Film am diesjährigen «Visions du Réel» angeschaut.
Die dritte Staffel von «The White Lotus» fesselte wie erwartet mit einem dramatischen Finale – doch der wahre emotionale Höhepunkt liegt in der Darstellung einer Freundschaft, die in all ihrer Komplexität und Zerbrechlichkeit gezeigt wird.
An einem regnerischen Sonntag stolpere ich triefend nass in einen leeren Kinosaal und reise in vergangene Sommertage an die Mittelmeerküste von Neapel. Die neuste Spielfilmproduktion, das Coming-of-Age-Drama «Parthenope» (2024) von Paolo Sorrentino, überzeugt mit Tiefe, regt zum Nachdenken an, sprudelt vor Schönheit und spricht über eine lähmende Trauer, die alles zu verschlingen droht.
«Studio Milch» ist ein Innenarchitekturbüro aus Zürich, gegründet von Leonie Häner und Celia Margarita Ibarra. Die beiden Innenarchitektinnen gestalten Räume, die funktional und atmosphärisch zugleich sind – mit Klarheit, Feingefühl und Mut zur Farbe.
Masochist ist eine zutiefst persönliche Auseinandersetzung mit der Immigrantenerfahrung, festgehalten durch die Linse eines Besuchs im ethnischen Heimatland, während man die emotionale Komplexität bewältigt, an einem anderen Ort aufgewachsen zu sein. Der Film begleitet die Reise der Videografin (gespielt von der Filmemacherin selbst), die als Erwachsene und zum ersten Mal allein nach Indien — ihr Heimatland — zurückkehrt, nachdem sie als Kind in ein anderes Land ausgewandert war.
Ein Gespräch mit der Künstlerin Iryna Evora über die Kunst, das Flüchtige wertzuschätzen, Blumen als künstlerisches Medium zu begreifen und Saisonalität als kreatives Prinzip zu nutzen.
Zwei Jahrzehnte nach seinem Durchbruch in «Der Pianist» kehrt Adrien Brody in «Der Brutalist» Holocaust-Überlebender zurück, diesmal in der Rolle eines Architekten, dessen Traum von Erfolg und Anerkennung von den Abgründen des American Dream zermürbt wird. Regisseur Brady Corbet entfaltet ein filmisches Monument, das zwischen visionärer Architektur und psychischem Überlebenskampf pendelt.
Museen sind Orte des Staunens, des Entdeckens und der Inspiration. Doch viele Menschen scheuen den Besuch. Sei es aus Unsicherheit, fehlender Gesellschaft oder der Annahme, Kunst sei nur etwas für die gut gebildete Elite. Zusammen ins Museum (ZIM) beweist das Gegenteil: Kunst ist für alle da. ZIM bringt Menschen zusammen, die gemeinsam Kunst erleben und sich darüber austauschen möchten. Dabei spielt es keine Rolle, ob Kunstgeschichte studiert oder noch nie eine Ausstellung besucht wurde. ZIM bricht Klischees.
Inmitten einer persönlichen Umbruchphase, zwischen Jobsuche und kreativer Blockade, stosse ich auf ein Kartenset der Künstlerin Marina Abramović – ein Werkzeug, das mehr verspricht als nur Achtsamkeit. Es fordert zu einer radikalen Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen auf. Passend dazu ist derzeit im Kunsthaus Zürich eine Retrospektive der Künstlerin zu sehen. Doch kann diese Methode, die aus Abramovićs extremer Performance-Kunst hervorgeht, wirklich zu einem Neuanfang führen – oder ist sie nur ein Marketing-Gag?
Die Bilder der Serie «Zürich Tram Tracks» von Michael Tulio porträtieren auf eine besondere Weise stark frequentierte und bekannte Plätze in Zürich: Bellevue, Paradeplatz, Central, Escher-Wyss-Platz, Schaffhauserplatz, Stadelhoferplatz, Tessinerplatz, Sternen Oerlikon und Stauffacher.
Manchmal ist das Vermissen nicht nur ein melancholisches Gefühl, sondern auch der Anfang einer Reise zu sich selbst. In ihrem Kurzfilm erzählen Raissa Di Renzo und Severin Wirth eine Geschichte über diese subtile, universelle Emotion. Sie vermittelt das Gefühl des Verlusts und die gleichzeitig daraus entstehende Entdeckung von Vollständigkeit – ein Gleichgewicht, das tief im Inneren ruht und darauf wartet, gefunden zu werden.
Als wäre ich wieder 16 Jahre alt, bewege ich mich auf den Eingang des Exils zu. Ein Konzert an einem Mittwochabend. Dieses Mal jedoch ohne anstehen zu müssen. All Access. Ich freue mich auf einen Künstler, den ich seit einigen Jahren auf meinem Radar habe: Gola Gianni.
Eine Erstpublikation für vermeintliche Gutmenschen und jene, die sich zutrauen, einzugestehen, dass sie noch nicht vollständig in einer Idealwelt der Gleichheit angekommen sind. Im Gespräch mit der Autorin Anja Nunyola Glover entfaltet sich eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Rassismen, persönlichen Traumata und einer geglückten Suche nach Heilung.
Disconnected, getrennt, entfremdet, keine Verbindung. Drei Skulpturen von Luca Hofmann beleuchten die wachsende Kluft zwischen Technologie und Natur sowie die zunehmende Entfremdung des Menschen von sich selbst und seiner Umwelt im digitalen Zeitalter.
Die Stimme einer Generation? Mit ihrem neuen Roman «Intermezzo» knüpft die gefeierte Schriftstellerin Sally Rooney an ihre bisherigen Erfolge an. Zwischen komplizierten Beziehungen, scharfer Kapitalismuskritik und modischem Merch entwirft sie ein Schachbrett voller Widersprüche.
Elias Nell ist Zeichner, Urban Sketcher und Papa. Seine Werke, die oft spontan und mit viel Gefühl entstehen, landen als Postkarten auf Instagram oder bei besonderen Projekten. Er erzählt uns, wie alles begann, warum Cafés für ihn eine besondere Rolle spielen und was Postkarten für ihn so besonders macht.
Am Montagabend verwandelte sich in Zürich der adidas Activation Space zu einem Treffpunkt für Sportbegeisterte und Kulturinteressierte. Der Anlass: die Enthüllung des offiziellen Spielballs für die UEFA Women's EURO 2025, die im Sommer in der Schweiz stattfinden wird.
«korre + reza» wurde im Januar 2024 in Biel von Laura Marti gegründet. Die kreierten Objekte – bisher überwiegend Schmuck – werden aus Textilresten, Ketten, Steinen und Süsswasserperlen hergestellt. Aus ethischen Gründen sind die Materialien überwiegend secondhand, um die Erde zu schonen und die Ausbeutung von Arbeiter:innen zu vermeiden.
Kerzen können nicht nur Licht und Wärme spenden, sondern auch richtig fancy aussehen. Das beweist der Zürcher Grafiker und Designer Noël Oppliger mit seiner Kerzenkollektion. Wir verlosen drei Kerzen im exklusiven special black highgloss akut colorway.
Mehr als nur ein Buch: «This is Zurich» von Vasil Shterev ist eine Hommage an die Clubs, Veranstaltungsorte, Kollektive und Individuen, die zusammenkommen, um ein vielfältiges, inklusives und unbestreitbar energetisches Ökosystem in der Stadt zu schaffen.
2025 wird die UEFA Women’s EURO 2025 in der Schweiz ausgetragen. Bereits am 16. Dezember 2024 wird die Endrundenauslosung in Lausanne festlegen, welche Teams in der Gruppenphase gegeneinander antreten. Gemeinsam mit der Stadt Zürich lädt adidas zur Liveübertragung und zum OMB Launch in ihrem Activation Space ein. Wir sind mit dabei und ihr vielleicht auch.
Am 7. Dezember lädt der Kunstmarkt von Support Your Local Artist dazu ein, lokale Künstler:innen und ihre einzigartigen Werke zu feiern. In gemütlicher Atmosphäre kannst du stöbern, staunen und Talente aus der Schweizer Kunstszene unterstützen – perfekt für alle, die Kunst lieben und noch besondere Weihnachtsgeschenke suchen.
Mitten in der geschäftigen Chinatown, direkt unter der Manhattan Bridge, stehen zwei Gebäude, die zwar sehr ähnlich sind, aber sich gerade in verschiedene Richtungen entwickeln: die Malls an der 88 East Broadway und der 75 East Broadway. Einst Zentren des Handels und der Gemeinschaft erzählen sie heute Geschichten von Verfall und Wandel. Und einmal mehr stellt sich die Frage, wie Tradition und Gentrifizierung nebeneinander existieren können.
«HEROINE – NECESSARY OBJECTS» – ein sensibler Kurzfilm über Verlust, Vergänglichkeit und die emotionale Kraft persönlicher Gegenstände, ausgezeichnet mit einer Special Mention bei den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur 2024. Wir haben mit der jungen Filmemacherin über eines ihrer ersten Projekte gesprochen.
Akiras Musik bewirkt das, was nur wenige moderne Tracks schaffen: Sie nimmt einen mit – auf eine Reise durch unbekannte, magische Welten. So auch seine neue EP «Las Flores De Mi Barrio». Unter anderem darüber habe ich mich mit Akira im Zürcher Seefeld unterhalten.
Am Wochenende vom 6. bis zum 8. Dezember 2024 heisst es im Houdini Kino in Zürich: Vorhang auf für aussergewöhnliche Werke jenseits des Mainstreams! Die vierte Ausgabe vom Black Film Festival Zurich bringt wieder zeitgenössische Werke von Schwarzen Filmschaffenden und Künstler:innen auf die grossen Leinwände der Stadt – und wir verlosen Tickets!
«The Outrun» – ein kraftvolles Drama und das neuste Werk von der Regisseurin Nora Fingscheidt. Der Film feierte seine Europapremiere an der diesjährigen Berlinale und läuft ab dem 21. November in den Deutschschweizer Kinos. Wir verlosen 3x2 Tickets!
«TAR / Becomings» is Sequence of Events first adventure in a psychomagical Industrial and Post Punk infused musical world released via «Subject To Restrictions Discs». The band, consisting of Deniz Ahmet Saridas and Joshua Gottmanns, presents their own personal soundtrack to a hypothetical, ever-changing reality that will never again produce its own status quo.
Weils Debüt erzählt mit einer gnadenlosen Ehrlichkeit von Trauer, Männlichkeit, Verlust, Sexualität und von einer Hässlichkeit, die berührt. Wir trafen den Autor in der Grossstadt und sprachen mit ihm über die Widersprüche unserer Zeit.
Im DACH-Raum prägt die Autorin und feministische Vordenkerin Bianca Jankovska den Diskurs rund um moderne Beziehungen und die Selbstbestimmung von Frauen. Mit ihrer #TrustHisEx-Initiative fordert sie dazu auf, toxische Verhaltensmuster von Männern zu hinterfragen und Ex-Beziehungen als Warnsignal zu nutzen. Wir sprachen mit ihr unter anderem über die Herausforderung, ihre progressiven Visionen ins Patriarchat zu tragen.
Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter. Zeit für Filme. Zeit für Me-Time. Also löse ich mir wie jedes Jahr um diese Zeit ein Mubi-Abo und geniesse sorgfältig kuratierte Filme zu Hause auf dem Sofa, in der Badewanne oder in meinem Bett. Hier kommen meine Herbst-Favoriten.
Kunst gilt als Ausdrucksform unserer Kultur, Künstler:innen reduzieren die Umgebung und die Momentaufnahmen der Gesellschaft auf ein fassbares Medium. Mit der Technologie verändern sich all diese Komponenten zeitgleich und fundamental – wie digitale Kunst aussehen kann, zeigt uns das Digital Arts Zurich Festival.
Laura Bodenmann lebt und arbeitet in Zürich, wo sie ihre vielseitige Praxis zwischen Kulinarik, performativem Theater und Raumgestaltung weiterentwickelt. Ihre Arbeit dreht sich um die Erforschung von Räumen und die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Raum. Mit «Larmao Studio» bietet sie Essensinstallationen und Essenserlebnisse der ganz besonderen Art.
Mit Humor durch die Absurditäten des Alltags: Die neue Dramedy-Serie «Schwarze Früchte feiert nächste Woche in der ARD-Mediathek Premiere und thematisiert die feinen Linien des Lebens. Wir haben mit dem Headautor, Showrunner und Hauptdarsteller Lamin Leroy Gibba über Authentizität, Storytelling, Diskurshoheit und weitere Hintergründe gesprochen.
Der neueste Film von Julia von Heinz, «Treasure», basiert auf dem Roman «Zu viele Männer» von Lily Brett und beschäftigt sich mit dem Verschwinden von Menschen, Dingen und Erinnerungen – und mit der erdrückenden Leere, die diese Verluste hinterlassen.
Aus Zucker gefertigte Champagner-Coupés, die sich beim Auffüllen auflösen – in einer performativen Inszenierung offenbart The Sweet Way die Zerbrechlichkeit von Luxus und hinterfragt Überfluss und Statussymbole auf einzigartige Weise.
Kioske sind so viel mehr als Verkaufshäuschen für Zigaretten, Lose oder die Tageszeitung. Oft sind sie vor allem Quartiertreffpunkt und Ort zum Sein – so auch der Kiosk am Röschibachplatz in Zürich.
Sarah Parsons ist eine Künstlerin, die immer wieder neue Wege findet, ihre Kreativität auszudrücken. Ihre Experimentierfreude und ihre Leidenschaft für handwerkliche Arbeiten machen ihre Werke so spannend. Wir haben die gelernte Grafikerin in ihrem Atlier in Zürich getroffen.
Ich schöpfe meine Inspiration aus der Ruhe des Töpferns und der Intensität der Träume. Durch das Formen von Ton, das Gestalten von Silberschmuck und Tattoos finde ich eine meditative Auszeit von der hektischen Welt. In meinen Arbeiten spiegele ich eine persönliche Reise wider, die von Erinnerungen an die Kindheit und einem unkonventionellen Blick auf die Realität geprägt ist.
Ich wache schweissgebadet auf. In letzter Zeit träume ich viel. Erinnerungen und Phantasmen verschwimmen zu einer sulzigen Suppe. Manchmal so stark, dass ich in meinen Archiven nach Spuren suche. Der Wahrheit auf den Grund gehen will. Ich arbeite an Problemen, die ich schon lange mit mir herumtrage.
Am 7. September wird’s kreativ: Zürich ist die auserwählte Stadt für den fünften Kunstmarkt von Support Your Local Artist. Die dort zu entdeckenden Werke der über 30 Künstlerinnen und Künstler aus der Schweiz entspringen alle sehr experimentellen, handwerklichen und interdisziplinären Ansätzen. Wer sich davon bereits inspiriert fühlt, kann direkt eigene Meisterwerke in den vielen angebotenen Workshops erschaffen oder sich intensiv mit den Artists austauschen.
Felix Hergert und Dominik Zietlow begleiten in ihrem neuen Dokumentarfilm «Brunaupark» eine Nachbar:innenschaft, deren Zuhause vom Abbruch bedroht ist. 2018 reichte die Pensionskasse der Credit Suisse, die Eigentümerin der Überbauung, der Hälfte der Mieter:innen die Kündigung ein.
Ein Projekt mit bedeutender Intention: Sony Music veröffentlicht heute das erste Album von Team Karacho und feiert damit die Vielfalt und Mehrsprachigkeit unserer Welt. «Mission Erde: Das Fest der Sprachen» lädt Kinder auf eine musikalische Entdeckungsreise ein, die ihre Horizonte gleich mehrfach erweitert. Die zweisprachigen Songs bekannter Artists helfen ihnen dabei und öffnen bisher unbekannte Türen zu neuen Kulturen und bunten Blickwinkeln.
Der Europaplatz in Zürich blüht auch dieses Jahr wieder auf – mit dem Freiluftkino BLOOM. Zehn Tage lang werden neue Filmperlen verschiedenster Genres in einer gemütlichen Atmosphäre unter den Sternen gezeigt. Wir stellen euch unsere diesjährigen Programmhighlights vor und verlosen 3x2 Tickets für euren sommerlichen Open-Air-Kinobesuch.
Filmgedanken inspiriert durch meine Zeit in Rio de Janeiro. Haptische Visualität und die Hervorhebung von Materialien im Schweizer Film, «Soul of a Beast» von Lorenz Merz aus dem Jahr 2020, entdecken.
Diesen Frühling verbrachte ich einige Zeit in Rio de Janeiro und hab mir Gedanken zu mir, meiner Umwelt und Film gemacht. Abschweifen bei Dschungelhitze. Sinnieren über Materialität.
Die Symphonie ist eine zentrale Gattung der Instrumentalmusik. Auf ein Zusammenklinken zwischen uns Menschen. Eine überwältigende Fülle an Klängen, die uns verzaubert, mitreisst und unsere Gedanken unaufhörlich weiterleitet. Ein Abenteuer voller Höhen und Tiefen, das als Ganzes harmoniert.
Rap-Genie Eminem ist mit seinem neuen Konzeptalbum «The Death of Slim Shady (Coup de Grâce)» in aller Munde. Leider, wie so oft, nicht unbedingt im positiven Sinne. Doch allem Missverstehen seines künstlerischen Kampfes zum Trotz, traut sich der 51-Jährige mit dem Song «Temporary» etwas, was wir alle lieber auf irgendwann verschieben – bis es zu spät ist.
Das Projekt «Scheinkunst» hinterfragt die Authentizität digitaler Kunstwerke. Es erforscht, ob durch Künstliche Intelligenz geschaffene Werke in der Lage sind, echte Emotionen und Ausdruckskraft zu vermitteln oder, ob sie lediglich Reproduktionen bereits existierender Kunst darstellen.
Letzte Woche hatten wir das Vergnügen, gemeinsam mit ibis MUSIC, das legendäre Montreux Jazz Festival zu besuchen. Vor Ort tauchten wir tief in die Welt des Jazz als Lebensgefühl ein und lernten Montreux sowie ibis besser kennen.
«I Know This Place» is an exhibition in Unterägeri, Switzerland, showcasing the work of the Small Table Collective, a group of ten international artists who met at the International Center of Photography in New York. This exhibition features over 20 photographs that explore themes of home, nostalgia and the emotional complexity of returning to one’s origins.
Der Künstler Mindaugas Matulis beschäftigt sich in seiner neusten Ausstellung mit modernen Vorstellungen von Erfolg, Zugehörigkeit und materiellem Reichtum – und liefert damit einen performativen Kommentar zur Identitätsbildung in digitalen Räumen. Ein Interview.
Damit wir noch besser werden