Das richtige Leben
Ob es überhaupt ein authentisches Leben gibt und was das genau bedeutet, weiss ich nicht. Ich bin auch keine Philosophin. Ich weiss aber, dass die Frage danach etwas mit mir macht.
Ob es überhaupt ein authentisches Leben gibt und was das genau bedeutet, weiss ich nicht. Ich bin auch keine Philosophin. Ich weiss aber, dass die Frage danach etwas mit mir macht.
Der Dezember fühlt sich jedes Jahr an wie ein Spiegel – für Erinnerungen. Für das, was fehlt. Während draussen Lichterketten hängen und sich alles um Wärme und Zusammensein dreht, wird es in manchen von uns einsamer als sonst. Dieses Jahr habe ich entschieden, mir selbst etwas zu geben.
Vor noch ungefähr fünfzehn Jahren habe ich an jedem Weihnachten gearbeitet. Ich habe Regale aufgefüllt, Lotterielose eingescannt, Kugelschreiber verkauft und hinter der Ladentheke Fische ausgenommen.
Manche bezeichnen es als eine Belastung, als ein Leben mit Einschränkungen. Andere wiederrum beschreiben einen Schmerz, als würde die Bauchdecke mit feurigen Blasen überzogen werden. Die Rede ist hier von Endometriose, ein Leiden, das viel zu lange ignoriert wurde.
Die Chilbi ist das demokratischste Fest der Schweiz. Hier treffen sich Banker*innen und Arbeiter*innen, Kinder und Grosseltern, Landwirt*innen und Studierende – alle im gleichen Karussell. Ein Essay über Volkskultur, Stolz und die vergessene Würde des Vergnügens.
Ich bekomme Spass an meinem neuen Spiel. Spass wie schon lange nicht mehr. Was ist der Geruch deiner Kindheit?
Mit der neuesten Entwicklung von KI-Tools, realistischen Videos und anderen Bewegungen in Politik und Gesellschaft fällt es zunehmend schwer, falsche Informationen von richtigen zu unterscheiden. Diese Entwicklungen machen Angst – doch die beste Lösung liegt auf der Hand: Gemeinschaft.
Früher habe ich selten geweint. Wenn ich spürte, dass etwas rausmusste, habe ich einen traurigen Film oder eine traurige Serie angemacht. Es war für mich eine gute Entschuldigung, um bitterlich zu weinen, ohne dem eigentlichen Grund für die Tränen nachgehen zu müssen.
Ab 2027 will der Bundesrat die Studiengebühren an allen Schweizer Hochschulen massiv erhöhen. Darunter leiden müssten nicht nur Studierende aus sozioökonomisch benachteiligten Schichten, sondern auch die Qualität und die Chancengerechtigkeit im Schweizer Bildungssystem. Am 1. Oktober demonstrieren Studierende gegen das «Entlastungspaket 27».
Ich stricke eine Balaklava, denn im Winter wird es kalt an der Maas. Um ehrlich zu sein, regnet es jetzt schon zu viel für mein sanftes Gemüt. Mit dem ersten Schneefall werde ich mich in die warmen, trockenen Ritzen meiner Wohnung verkriechen. Dorthin, wo sonst nur die Silberfischchen ihr Unwesen treiben.
Aktuell fühlt es sich an, als ob die Welt Kopf steht. Das, worauf sich die Gesellschaft als «normal» geeinigt hat, wird heute stark getestet. Ein paar Gedanken nach einem Sommer voller Gefühle und Meinungen.
Wandern, ein Sport, der als Kind öde schien, erlebt gerade ein Comeback. Influencer*innen mit feschem Gear machen Lust auf Höhenmeter und Bergromantik. Die Realität sieht jedoch meist anders aus – und die eigene Kondition leider auch. Eine Kolumne über Gratwanderungen, den richtigen Rhythmus und eine gesunde (?) Portion Selbstüberschätzung.
Im Spätsommerurlaub auf Sizilien schwimmen in mir schwere Fragen nach dem Wert eines Lebens. Nach Tod, Wirken und Würde. Mit dabei: Hesse und Rilke, ein blutiger Gecko und ein amputierter Veteran, der über die Weltmeere segelt.
Unsere angeblich so smarten Phones lassen uns ironischerweise eher verdummen. Wir wissen das alle – und trotzdem klebt dieses rechteckige Stück Bildschirm ständig an unserer Hand, als wäre es eine Erweiterung des Arms. Deshalb: back to basics.
Nichts ist mehr normal, und alles scheint den Bach hinunterzugehen. Die globalen Krisen lassen sich nicht mehr an zwei Händen abzählen, während das Gefühl der Ohnmacht gegenüber der Weltlage überwältigend zu sein scheint. Warum wir aber trotzdem stur die Nachrichten lesen sollten.
Ich sitze in brauner Kordhose, schwarzen Havaiana-Sandalen und mit einer kühlen Dose White Ale in einem Ferienhaus auf Värmdö und frage mich wieder einmal, was der Sinn des Lebens ist. So etwas kann man kaum aussprechen, ohne fürchterlich anmassend zu klingen. Das ist mir bewusst.
ChatGPT übernimmt unter anderem die Zusammenstellung der Einkaufsliste, die Seelsorge, die Literaturrecherche und das Zusammenfassen längerer Texte. Ist das nun Grund zu einer Existenzkrise? Manchmal ja, manchmal nein. Es kommt darauf an, wie sehr man sich für philosophische Grundsatzdiskussionen zum Thema Arbeit begeistern lassen kann.
Letas Eltern sind einst aus dem Kosovo in die Schweiz geflüchtet – sie ist vor rund einem Jahr in den Balkan zurückgekehrt. In Albanien hat Leta ein kleines Häuschen mit viel Land gekauft und widmet sich dort ihrem Herzensprojekt: einer Pflegestelle für Strassentiere, die ein Zuhause suchen. Was romantisch klingt, ist oft bittersüss.
After years of waiting, Kosovars were finally granted visa-free access to the European Union in January 2024 – a long-awaited step toward freedom of movement. But for many, that freedom remains incomplete. One student’s recent "deportation" from Georgia, despite holding all required documents, reveals the harsh truth: not every door in Europe is open, even when the law says it should be.
A tale as old as time: a woman in the military experiences sexism, informs leadership and then gets blamed for reporting it. What I learned from their mistakes and not pushing further.
Selbstoptimierung als Stillleben: Gravelbikes, Retinol, Ikebana-Igel. In einer Welt, in der Identität nicht mehr wächst, sondern gestaltet wird, beginnt mit dreissig das kuratierte Ich – und die stille Trauer um verpasste Abzweigungen. Ein Text über das (Nicht-)Mitmachen, das Vergleichen und das heuchlerische Ich.
1970 trugen Frauen Intimhaare noch als Symbol weiblicher Selbstbestimmung. Das war nicht nur unter diesem Aspekt gut, sondern auch, weil die Haare in der Vulva-Region wichtige Funktionen erfüllen. Heute sind sie so tabu, dass sich viele schon schlecht fühlen, wenn sie nicht frisch rasiert auf dem Gyn-Stuhl sitzen oder Haare aus den immer schmaler geschnittenen Bikinihöschen rausschauen.
As a society, we have been exposed to different forms of psychological warfare for as long as we’ve existed. Yet, continue to fall victim to them. The true casualties are those who suffer the consequences, in this case of dehumanization as a weapon of war. To combat it, we must first understand it.
Ich habe fünf Jahre nach dem Gymnasium, zwei Jahren auf der Bank und drei Jahren in der Schweizer Armee mit einer einjährigen friedensfördernden Mission im Kosovo ins nächste Kapitel meines jungen Lebens gestartet. Dieses bringt einige neue Fragen wie folgende mit sich: Was ist mir an Menschen wichtig?
In Areeb Zuaiters Dokumentarfilm «Yalla Parkour» wird unbegreiflicher Schmerz auf multidimensionaler Ebene spürbar. Die palästinensische Filmemacherin erzählt in ihrem Film von ihrer Freundschaft mit dem jungen Parkour-Athleten Ahmed aus Gaza und ermöglicht durch seine Augen tiefe Einblicke in eine Lebensrealität, die stellvertretend für so viele steht.
Bisschen straffer, bisschen jünger, bisschen weniger – bei «sweet skin» kriegst du alles. Die innovationsgetriebene Praxis für Dermatologie, Dermatochirurgie, ästhetische Medizin und Langlebigkeitsmedizin macht Menschen seit 2022 ein bisschen hübscher und gesünder. Wir haben uns mit Gründerin Valentina Bänninger über Botox, Filler und Ehrlichkeit unterhalten.
Ich esse liebend gern von schweren und wunderschön verzierten Tellern und Schüsseln, die einst bei Menschen zur Deko an den Wänden hingen. Solch altes Geschirr findet man nur noch in Brockis; die ursprünglichen Besitzer*innen und Macher*innen sind wohl verschieden. Diese einzigartigen Kunstwerke erzählen Geschichten in aufgemalten Mustern und lassen dennoch viele Fragen durch eingebrannte Initialen offen.
Bald ist Ostern und einige von uns feiern die Auferstehung Jesu (ja, das passierte an Ostern). Deshalb reden wir mal über «Gott und die Welt»: Denn egal, ob wir glauben oder nicht, wir nutzen alle ständig Redewendungen oder Begriffe aus der Bibel. Und das 2025 Jahre nach Christus. Keine andere Religion ist in unserer Sprache so präsent wie diese.
Was bedeutet Liebe? Im Dokumentarfilm «Voices of Strangers» geben fünf Studierende der Fachhochschule Graubünden Menschen aus Berlin das Wort. Keine Liebe ist wie die andere, und genau das macht sie so besonders.
Gold fasziniert und verführt – es verspricht Reichtum, bringt aber oft Leid. Besonders im Orinoco-Bergbaugebiet in Venezuela zeigt sich, wie eng Gier, Ausbeutung und Gewalt mit dem Goldrausch verknüpft sind. Professor Andres Antillano und Ronald Pizzoferrato erzählen von einem Schatz, der Fluch und Segen zugleich ist.
Darf man noch freudig in den Frühling gehen, wenn die Welt gerade wieder untergeht? Über die Moralität eines kühlen Kopfes in Zeiten gebrochener Herzen.
Jahrzehntelang fand Menstruationsblut in der Medizin keine Beachtung. Geprägt von einem geschlechterbasierten Bias und gesellschaftlichen Stigmata wurde die monatliche Blutung bei Frauen lange nur als Abfallprodukt angesehen. Doch so langsam passiert etwas: Wissenschaftler*innen beginnen, das Heilpotenzial der abgestossenen Gebärmutterschleimhaut ernst zu nehmen, und ebnen so den Weg für gerechtere Forschung.
Was passiert, wenn die Vergangenheit plötzlich lebendig wird? Wenn künstliche Intelligenz längst verstorbene Persönlichkeiten zurückholt oder historische Bilder neu interpretiert? Zwischen Nostalgie und Unbehagen bewegt sich das Phänomen des Unheimlichen, das schon Sigmund Freud beschäftigte. Doch in einer Welt, in der KI unsere Erinnerungen rekonstruiert und manipuliert, stellt sich die Frage: Wie echt sind unsere Geschichte und die Identifikation damit noch?
Als ich vor zehn Wochen mit «The Artist’s Way» angefangen habe, wusste ich nicht, worauf ich mich da einlasse. Eine Freundin aus New York hatte mich auf die Idee gebracht – sie wollte selbst bald starten und suchte noch Leute für ihren digitalen Buchclub. Ich dachte mir: Warum nicht? Es war Januar, diese typische «New Year, New Me»-Stimmung lag in der Luft, und irgendwie passte es ganz gut da rein.
Jemanden zu enttäuschen tut weh. Kein Wunder, dass es Menschen gibt, die sich genau vor diesem Gefühl fürchten. Und diese Angst hat sogar einen eigenen Namen: FODO – Fear of Disappointing Others (die Angst davor, andere zu enttäuschen).
Seit Anfang Januar 2025 wird viel über die Demokratie gesprochen und diskutiert. Besonders im Ausland lassen sich Entwicklungen beobachten, die durchaus besorgniserregend sind. In Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich oder speziell den USA und Brasilien gewinnen demokratiefeindliche Politiker*innen und Persönlichkeiten an Zuspruch. Doch was bedeutet das für die Demokratie?
In den vier Wänden, die schon nächstes Jahr komplett platt gemacht werden, fühle ich mich zuhause. Dem Bagger ist das egal, er wird am Ende der abgewohnten Zeit nur seinen Job machen. Trotz der Frist bin ich eingezogen. Warum? Weil wir alle das Wohnraumproblem in der Schweiz kennen und wo sonst könnte ich mich künstlerisch so austoben wie hier?
Betrogen zu werden, ist die grösste Angst vieler Liebender. Doch Seitensprünge sind alles andere als eine Seltenheit. Fast 40% der Frauen und 44% der Männer haben laut Umfragen bereits ihre*n Partner*in betrogen. Wir haben uns mit dreien von ihnen über die Hintergründe, das Gewissen und ihre Gedanken unterhalten.
1991, Vallée de Joux. Während in den Uhrenfabriken des Waadtländer Juras präzise gefertigte Uhrwerke Luxus und Perfektion versprechen, kämpfen die Frauen in der Industrie mit Lohnungleichheit, schlechten Arbeitsbedingungen und fehlender Kinderbetreuung. Doch die Unruhe wächst – und sie beginnt, die Gesellschaft zu verändern. Was als lokaler Protest beginnt, wird zum ersten Frauenstreik der Schweiz. Der 8. März erinnert uns daran: Die Unruhe, die damals begann, ist noch nicht versiegt – sie bleibt der Motor für Veränderung.
Brutal durchstochene Puppen, böse Flüche und dunkle Magie: Das gesellschaftliche Bild von Voodoo wurde durch Gruselgeschichten und Hollywood über Jahrzehnte hinweg negativ geprägt. Wie sehen aber die Wurzeln dieser Religion aus? Und haben die Schauergeschichten ihre Berechtigung? Wir haben uns auf die Suche nach Fakten gemacht.
In einer Gesellschaft, die zunehmend von Technologie und KI abhängig wird, erschaffen Unternehmen virtuelle Freund*innen, die Empathie vermitteln, Liebe geben und ein Gegenüber darstellen sollen. Dahinter steckt jedoch ein florierendes Geschäft. Unsere Autorin hat sich eine virtuelle Freundin zugetan und einen Selbstversuch gewagt.
Irgendwann werden wir alle sterben. Nur, wie gehen wir mit unseren Verstorbenen um? Über Abschied, Sichtbarkeit und eine Bestatterin, die dazu ermutigt, dem Tod ins Gesicht zu blicken.
An Vivianas sanfter Energie dürfen sich nicht nur ihre Yoga-Schüler*innen erfreuen, sondern alle Menschen, die der jungen kreativen Frau begegnen. In einem Lokal in Zürich führten Viviana und ich ein ehrliches Gespräch über holistische Gesundheit, Unsicherheiten und Selbstliebe.
Vor 30 Jahren, am 14. Februar 1995, schloss die Stadt Zürich die offene Drogenszene am Letten. Ab dem 20. Februar 2025 erinnert eine Ausstellung in der Photobastei an die grösste offene Drogenszene der westlichen Welt. Warum die Geschichten vom Platzspitz nie in Vergessenheit geraten dürfen und was dies mit unserer Gesellschaft gemacht hat: Wir haben mit einem ehemaligen Konsumenten gesprochen, der fünf Jahre lang auf dem Platzspitz gelebt hat.
Das Bild vom Autismus, geprägt durch Medien und Wissenschaft, war lange männlich. Mädchen und Frauen wurden stets übersehen: Jedoch nicht, weil weibliche Personen mit autistischen Ausprägungen und Besonderheiten eine Seltenheit sind, sondern weil sie sich angewöhnt haben, ihr neurodivergentes Selbst mit so genanntem «Masking» zu überdecken. Ein hilfreiches, aber kräftezehrendes Performen, um in der Gesellschaft klarzukommen.
Einschlafen in Zürich, aufwachen in Barcelona? Schade, haben Sparmassnahmen (vorerst?) das Vorhaben der SBB erstickt, die Nachtverbindung nach Katalonien zu reaktivieren. Denn die Reise über die dunklen Stunden ist mehr als blosse Fortbewegung. Ein Plädoyer. Nein, eine Liebeserklärung…
In den letzten zwei Jahren wurde mein jugendliches Schwarz-Weiss-Denkschema auf die Probe gestellt und hat den Stresstest leider nicht bestanden. Meine Vorstellungen, an denen ich lange festgehalten hatte, durfte ich langsam aber sicher loslassen. Doch was heisst das bei der Beurteilung von Situationen, Menschen und Verhältnissen?
Obwohl rund die Hälfte aller geflüchteten Menschen Frauen und Mädchen sind, bleiben ihre Lebensrealitäten oft unbeachtet. Ihre Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen haben neben Krieg auch mit geschlechterspezifischen Ursachen zu tun. Das Projekt «Stimmen geflüchteter Frauen» von Brava gibt diesen unsichtbaren Geschichten eine Plattform und verwandelt sie in klare Forderungen, die auf ihre Anliegen eingehen und die geschlechtsspezifische Gewalt und Diskriminierung thematisieren.
Was passiert, wenn der Ort unserer Kindheitsträume durch seine Schöpferin unbegehbar wird? Hogwarts war für viele eine Welt des Trostes und der Hoffnung – bis J.K. Rowling mit transfeindlichen Ansichten ihr eigenes Vermächtnis belastete. Mit «Hogwarts Legacy» können Fans die Zauberwelt neu betreten, doch die Kontroversen bleiben. In einer Zeit, die von Eskapismus und Nostalgie geprägt ist, steht der Wunsch nach Flucht der Verantwortung gegenüber, Werke kritisch zu hinterfragen. Ein persönlicher Blick auf Fantasie, queere Identität und das politische Potenzial von fantastischen Geschichten.
Zur Etikette des 18. und 19. Jahrhunderts gehörten extravagante Handfächer, die viel mehr als reine Luftwedel waren. Sie wurden zum modischen Werkzeug weiblicher Ausdruckskraft, vor allem beim sogenannten Poussieren (altdeutsch für Flirten). Die dabei genutzte Fächersprache beinhaltete Gesten, die geheime Codes vermittelten. Geschichte, neue Blickwinkel und ein mögliches Wiederaufleben der feinsinnigen Kommunikation.
Bist du zufrieden mit dem, was du im letzten Jahr geschafft hast? Ja? Gut so. Nein? Nicht so schlimm, das nächste Jahr kommt. Und danach noch viele weitere. Gelegenheit für prächtige Pläne.
Was, wenn der Weg zur Schwangerschaft und zum Wunschkind nicht romantisch, sondern ein Prozess voller medizinischer Eingriffe und emotionaler Ausnahmezustände ist? Solche Geschichten verschwinden normalerweise hinter den Klinikwänden. Deshalb möchte ich nicht länger schweigen und meine Erfahrungen mit IVF teilen.
Horoskope waren gestern: Immer mehr Menschen nutzen sogenannte Human Design Charts, um das eigene Potenzial zu entfalten, die Selbsterkenntnis zu erweitern und bessere Entscheidungen zu treffen. Dieses System verbindet uralte Konzepte und spirituelles Wissen mit moderner Forschung. Schlüssel dazu sind unter anderem die 88 Tage vor unserer Geburt.
...everybody's having fun – look to the future now, it's only just begun. Mit diesen weisen Worten von Slade verabschieden wir uns für dieses Jahr und wünschen euch allen erholsame Festtage oder einfach nur freie Tage. Wir sehen uns 2025!
An einem Herbstnachmittag trafen wir uns mit GNL-CEO Lorenzo Sorbi, Co-Gründer Eric Braunschweiler und Markenbotschafter Marc Forster auf einen Spaziergang im Stadt-Zürcher-Kreis 5. Es ging um Schuhe. Schuhe, die zum Gehen entwickelt wurden.
Wie «gesund» ist ein Menschenverstand, der nur an das glaubt, was er mit eigenen Augen sehen kann? Wenn wir uns nur auf die physisch sichtbare Realität beschränken, verlieren wir den Zugang zu dem, was tatsächlich alles existiert: Seien es Phänomene wie unsere Intuition, bisher Unerklärliches aus der Quantenphysik oder eben Wesen aus den Anderswelten.
Adventskalender waren schon in der Kindheit der Hit. Wieso diese Tradition nicht weiterführen? Für alle Festtags-Begeisterten gibt es bei uns jeden Adventssonntag etwas Tolles zu gewinnen. Zusammen mit coolen Brands und Künstler:innen möchten wir euch beschenken – weil ihr so amazing seid. Heute könnt ihr den neuen F691 GLEASON Rucksack von FREITAG abstauben!
Sich etwas so sehr wünschen, dass es Wirklichkeit wird? Das Gesetz der Anziehung, auch Manifestation genannt, soll genau das tun. Wer dem Ganzen ein wenig skeptisch entgegenblickt, ist nicht allein. Probieren schadet aber nicht! Eine kleine Anleitung zum Manifestieren.
Natalie Kaiser* ist 54 Jahre alt und arbeitet nach gescheiterten Ehen und verschiedenen Jobs im Anstellungsverhältnis seit knapp zwei Jahren** als Escort. Warum ihr Beruf sie mehr erfüllt als jeder andere.
Unabhängigkeit ist ein vermeintlich schönes, positiv konnotiertes und gern gelebtes Wort. Besonders bei jungen Menschen ist Unabhängigkeit erstrebenswert und gesucht. Doch in einer Gesellschaft sind die wenigsten Menschen komplett unabhängig, und das ist gut so. Wieso der Wunsch nach (kompletter) Unabhängigkeit unrealistisch ist.
Im DACH-Raum prägt die Autorin und feministische Vordenkerin Bianca Jankovska den Diskurs rund um moderne Beziehungen und die Selbstbestimmung von Frauen. Mit ihrer #TrustHisEx-Initiative fordert sie dazu auf, toxische Verhaltensmuster von Männern zu hinterfragen und Ex-Beziehungen als Warnsignal zu nutzen. Wir sprachen mit ihr unter anderem über die Herausforderung, ihre progressiven Visionen ins Patriarchat zu tragen.
Vier. Eine meiner Lieblingszahlen – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Heute kommt ein neuer Grund dazu, denn akut wird vier Jahre alt und wir können es kaum fassen. Zur Feier des Tages: Vier Dinge, die mich akut gelehrt hat.
Bin ich verliebt? Diese Frage habe ich mir früher oft gestellt. Bis ich dann das erste Mal verliebt war. Da musste ich sie mir nicht mehr stellen.
Es regnet. Da ich nicht im Auto sitze, kann ich den vielen Tropfen nicht bei ihrem spannenden Rennen am Fenster zusehen und tippen, welcher gewinnt. Es ist meistens der unerwartete Aufholer. Egal. Ich wende meinen Blick an die Wohnzimmerdecke, bin fasziniert von all dem Freiraum und frage mich: Wie lange dauert nochmal Langeweile?
Ich tauche ein – in ein buntes, blinkendes Labyrinth aus Lichtern, Düften und Geräuschen. Die «Chilbi» in Luzern ist für mich mehr als nur eine Ansammlung von Achterbahnen und Zuckerwatteständen. Es ist ein Ort, der mich Jahr für Jahr zurück in meine Jugend katapultiert.
Walking through the chaotic streets of Prishtina, where traffic, uneven pathways, and an apparent disregard for personal space reign, can feel overwhelming. Yet, amidst the noise and hustle, there’s a pocket of solace I’ve found: listening to TRIME. With its evocative melodies pouring into my ears, this podcast doesn’t just make you listen – it makes you feel.
Hustle-Culture. Oft gehört, oft glorifiziert, wenig ernst genommen. Bis es ernst wird. Ein Burnout reisst einen nicht nur aus dem Alltag, sondern gefühlt auch aus Zeit und Raum. Wenn alles abgebrannt ist, hilft ein wenig Leichtigkeit – oder Nihilismus.
In der Graphic Novel «Remembering Home, remembering war. From Kyïv, Kharkiv and Bucha to Basel» erzählen fünf Frauen, was es bedeutet, ihr Zuhause durch den Krieg zu verlieren und in einer neuen Stadt, in Basel, anzukommen. Die Graphic Novel erscheint im Dezember dieses Jahres.
Ich bereue es nicht, in den letzten Jahren etwas mit dem Fan-Sein übertrieben zu haben. Es war notwendig. Es war meine ganz persönliche Bewältigungsstrategie für schwierige Phasen, in denen ich mir selbst nicht den Komfort geben konnte, den ich gebraucht hätte. Doch jetzt möchte ich nicht länger Unerreichbare und Unbekannte auf ein Podest stellen.
Beim Essen bequem auf dem Boden zu sitzen ist in vielen Ländern der Welt – wie beispielsweise in Indien, Japan oder Korea – das Normalste überhaupt. Stühle und Esstische in unserer gängigen «westlichen» Höhe sind schliesslich unnatürlich und ungesund. Trotzdem hat sich diese Lebensform hier bei uns durchgesetzt. Warum es für Körper, Geist und Seele besser ist, wenn wir daran etwas ändern.
Last weekend, citizens from Kosovo, Albania, Switzerland, the United Kingdom, and other countries gathered in Prishtina for the second edition of the Prishtina Queer Festival.
Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Jetzt enthüllt «Im Nebel der Vergangenheit» die persönlichen Geschichten ehemaliger Stasi-Mitarbeitenden, ihre Beweggründe zur Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit und ihren heutigen Umgang mit den moralischen Konflikten ihrer Vergangenheit.
Freundschaften beginnen und enden tagtäglich. Sie sind neben unserer Familie die wohl standhaftesten Beziehungen. Doch was, wenn jemand plötzlich auf besagte Freundschaft verzichten möchte? Und was heisst das für Freundschaftsgruppen?
In der Schweiz leben rund 24'600 Mädchen und Frauen, die bereits beschnitten wurden oder hierfür gefährdet sind. Die weibliche Genitalbeschneidung wird entgegen dem allgemeinen Verbot noch immer in vielen afrikanischen Ländern, im Nahen Osten und Asien praktiziert. Wir sprachen mit Dr. Jasmine Abdulcadir über ganzheitliche Heilung, die Vielfalt der Erfahrungen sowie die kultursensitive Behandlung im Universitätsspital in Genf.
Vor ihrem Umzug nach Zürich reflektiert unsere Autorin ihre grosse Entscheidung und bereitet sich mental auf den Stadtwechsel vor.
Das Altern, oder vielmehr das «Nicht-Altern-Wollen» beschäftigt uns, bevor wir überhaupt 30 Jahre alt werden. Vor allem weiblich gelesene Personen sind betroffen. Wie viel Einfluss hat die Beautyindustrie mit ihren unzähligen Anti-Aging-Produkten auf unseren Umgang mit dem Alter und wie entziehen wir uns dem Drang, für immer jung aussehen zu müssen?
Unser Autor sitzt in der Badewanne; er raucht und nimmt Abschied von der Wohnung, die er in den letzten Jahren sein Zuhause genannt hat. Ein Liebesbrief.
Der Sommer ist Pride-Season. Bunt geht es aber nicht nur auf den weltweiten Protestmärschen zu, sondern oft auch in den Marketing-Kampagnen grosser Unternehmen. Oft geht es denen aber nicht um die tatsächliche Unterstützung der LGBTQ+-Community, sondern um Profit – man spricht deshalb von «Pinkwashing». Wie sich Unternehmen wirklich gegen Diskriminierung einsetzen können, zeigen die W Hotels Amsterdam und Rom.
Das eigene Wohlbefinden zu priorisieren, ist eine Entscheidung. Die unzähligen Möglichkeiten, die für Selbstfürsorge zur Verfügung stehen, können uns allerdings schnell überfordern. Welche davon integriert man nun in das tägliche Leben? Hier ein Pick-and-Choose-Menü mit einer überschaubaren Auswahl an Praktiken. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr für regelmässige Quality-Me-Time!
Challenges and consequences of tin mining in Bangka Belitung, Indonesia. A photo essay by Indonesian photojournalist Resha Juhari that will not only present images that will convey in-depth stories about the daily lives of workers but also the challenges they face and the social and environmental impacts of tin mining activities.
An kaum etwas hält die Gesellschaft so hartnäckig fest wie an ihren Bräuchen und Traditionen. Viele von uns praktizieren sie – hinterfragen sie aber nur selten. Wir wollten genauer wissen, was sich hinter unseren Schweizer Bräuchen verbirgt.
Die Welt zu laut, die Ohren überreizt, das Gemüt empfindlich: In letzter Zeit war mir die Dauerbeschallung in so manchen Alltagssituationen zu viel. Der extreme Wunsch nach Stille und mein intuitiver Impuls, die akustischen Störquellen mit Hilfe von Oropax zu dämpfen, ist allerdings langfristig keine gute Lösung, wie ich in dem Gespräch mit einem Audiologen lernte.
In unserer Hochleistungsgesellschaft jagen wir einen Erfolg nach dem anderen und verlieren oft den Blick für unsere Grenzen und Kapazitäten. Das Burnout-Syndrom ist daher ein allgegenwärtiges Thema. Wie geht man mit so viel Druck und der daraus resultierenden Krankheit um? Eine Betroffene und eine Fachfrau erzählen.
Psychologische Astrologie beruht nicht auf willkürlichem Hokuspokus oder Hellseherei. Viel mehr ist es eine Praxis, die auf Berechnungen, belegten Ereignissen und jeder Menge Empathie basiert. Wir haben uns auf eine Psychologische Astroberatung eingelassen und durften mehr über uns lernen, als uns lieb war.
Nach 54 turbulenten Jahren in der Schweiz soll Manu in ein Land ausgeschafft werden, in dem er nichts, ausser seinen Wurzeln hat. Doch das Schicksal hat andere Pläne.
Am 14. Juni ist Feministischer Streik. Wie alle Jahre wieder haben sich Politik, Städte und besonders Streikende darauf vorbereitet. Wieso braucht es das noch?
Der Juni ist offizieller «Pride Month». Ein Monat, in dem nicht nur die internationale LGBTQIA+-Community sich selbst feiert, sondern auch öffentliche Institutionen und Marken ihre Offenheit und Akzeptanz mit Aktionen plakativ kundgeben. Doch ist auch überall Regenbogen drin, wo Regenbogen draufsteht?
Der Stoff Lysergsäurediethylamid – kurz LSD oder umgangssprachlich gerne Acid genannt – ist eines der stärksten bekannten Halluzinogene. Ich habe mich gefragt, wie er tatsächlich wirkt. Eine Annäherung an andere Welten.
Am 2. Juni 2024 ist der International Sex Worker's Day. Der inoffizielle Gedenktag soll an die Diskriminierung sowie die oft ausbeuterischen Arbeitsbedingungen von Sexarbeiter:innen erinnern.
Vor einigen Wochen absolvierte ich in Sumiswald in Bern während zwei Tage die Rekrutierung. Dabei hatte ich das Vergnügen, die Verführungstaktik der Schweizer Armee kennenzulernen.
Älterwerden ist ein gefürchteter Prozess. Die Haare werden grau, die Haut verliert an Elastizität, Altersflecken werden sichtbar – wenn wir altern, durchläuft der Körper so einige Veränderungen. Wir haben uns mit fünf Personen darüber unterhalten.
Die meisten Menschen beschäftigen sich früher oder später mit dem Tod. Es gibt die verschiedensten Wege, mit dem Tod umzugehen, oder diesen zu thematisieren. Doch was hat es mit der Angst vor dem Tod auf sich? Ein Gedankenbrei.
Der Frühling bringt nicht nur Insekten und Heuschnupfen mit sich, sondern auch das Aufblühen von Frühlingsgefühlen. Von sicheren bis hin zu desorganisierten Bindungstypen - was verraten diese über uns? Ein Einblick in die Welt der Beziehungen und wie sich die Theorie der Bindungsstile heute bewährt.
Am Ersten Mai protestieren wir gegen alle Arten von staatlicher und polizeilicher Repression. Heute, gerade auch weil in Zürich bautechnisch viel Veränderung passiert, möchten wir einem lokalen Ort der Repression gedenken.
Frauen in der Armee, ein Thema so oft besprochen. Es hängt mir als Frau in der Armee fast zu den Ohren raus. Aber eben nur fast: Denn in der Schweiz scheint einiges nicht zu funktionieren. Besonders im Vergleich zu anderen Nationen hinkt die Schweiz nicht nur hinterher: Sie wirkt, stehen geblieben zu sein. Doch was machen andere besser als wir, und noch viel wichtiger: Was machen wir falsch?
Die JSVP hat in den letzten Tagen Schlagzeilen gemacht, beziehungsweise ihre «internen Belange». Denn die JSVP-Spitze scheint sich nicht einig zu sein, wie man mit Rechtsextremismus umzugehen hat. Die JSVP-Strategiechefin, Sarah Regez, geht beispielsweise gerne an Veranstaltungen, an denen Rechtsextremisten referieren.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag starb der Hund meines Nachbarn Alex. Noch am Vorabend hatte Alex mir in wenigen Worten erzählt, dass es wohl bald zu Ende gehen würde. Wie alles.
Die Frage nach der Existenz Gottes ist zweifelsohne eine der grössten Debatten überhaupt. Atheismus und Theismus stehen für diese gegensätzlichen Ansätze. Was verbirgt sich hinter diesen Glaubenssystemen? Wir haben uns mit drei Menschen unterhalten.
Beim Gedanken an die vergangenen Monate beginne ich zu schlottern. Ich absolvierte Anfang Jahr einen Zivildiensteinsatz. Draussen. Bei jeder Witterung. Die körperliche Anstrengung, die frische Luft und die zufälligen Bekanntschaften haben mir trotz der beissenden Kälte gutgetan.
Legitimität liegt im Auge des Betrachtenden, Legalität im Auge des Gesetzes. Diese zwei Konzepte stehen sich jedoch oft gegenüber. So auch im Falle der Operation «Allied Force» der NATO, welche diese Woche 25 Jahre seit dem Beginn der militärischen Intervention markiert.
Damit wir noch besser werden